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Erst Wissen, dann Popcorn: Die Klima-AG auf dem Sommerfest

Was hat Popcorn mit Kolonialgeschichte zu tun?

Beim Sommerfest der Salvatorschule am 12. September 2026 konnte man am Stand der Klima-AG zunächst etwas lernen – und sich danach eine Tüte frisches Popcorn verdienen. Mehr als 100 Besucher:innen machten mit, informierten sich über die globalen Wurzeln unserer Nahrung und lösten anschließend erfolgreich das dazugehörige Kreuzworträtsel.

Ausgangspunkt für den Stand war ein Workshop der Klima-AG vor den Sommerferien. Dabei hatten sich die Schüler:innen mit verschiedenen Lebensmitteln beschäftigt und verfolgt, wo deren globale Wurzeln liegen und wie sie nach Europa gelangten. Für das Sommerfest wurde dieser Schwerpunkt anhand des Maises aufgegriffen.

Mais – von Mexiko nach Europa

Vor etwa 9.000 Jahren wurde im heutigen Mexiko erstmals Mais angebaut. Für die Mexica war Mais eines der wichtigsten Nahrungsmittel und wurde als göttlich angesehen. Ihre Sprache, das Nahuatl, prägte auch viele Begriffe rund um die Pflanze.

Nach Europa gelangte Mais unter anderem durch Christoph Kolumbus. Heute wird Mais weltweit in großen Mengen angebaut und hat längst ganz unterschiedliche Verwendungen: In Deutschland wird er beispielsweise zu rund 80 Prozent als Tierfutter verarbeitet. Außerdem kann Mais zur Herstellung von Strom und Benzin genutzt werden – gegessen wird er natürlich weiterhin, etwa als Tortilla, Maiskolben oder Popcorn.

Wissen sammeln, Rätsel lösen, Popcorn genießen

Am Stand der Klima-AG konnten sich die Besucher:innen mit der Zusammenfassung HI[STORY] OF FOODinformieren. Dabei ging es nicht nur um Mais, sondern auch um koloniale Geschichte, globale Zusammenhänge und Menschen, die sich gegen Unterdrückung und für Gerechtigkeit eingesetzt haben.

Anschließend galt es, neun Fragen im Kreuzworträtsel zu beantworten. Gefragt wurde unter anderem nach der Sprache der Mexica, dem Ursprungsland des Maises, dem Alter der Pflanze, ihrer heutigen Nutzung und den Farben der meisten Maiskörner. Wer alle Fragen richtig beantwortet hatte, konnte sich über eine frische Tüte Popcorn freuen.

Unterstützt wurde die Klima-AG sowohl beim Workshop vor den Sommerferien als auch bei der Vorbereitung und Durchführung des Sommerfeststands von SODI – Solidaritätsdienst International e.V. Das Bildungsprojekt HI[STORY] OF FOOD beschäftigt sich mit den globalen Wurzeln unserer Nahrung und den historischen und bis heute wirkenden Machtstrukturen rund um ihre Produktion und Verbreitung.

Und übrigens: Der Ort, an dem in Deutschland am meisten Popcorn verkauft wird, ist nicht Köln … sondern – na, wer kommt drauf? Das Kino!