• umweltschule

Fünf Tage unterwegs ohne: ohne Strom, ohne Telefon und ohne Supermarkt, ohne Mülleimer, ohne fließendes Wasser, Dusche oder Klo, überhaupt ohne Dach über dem Kopf, ohne Vorgaben der Begleiter, wo übernachtet wird, wie lange gepaddelt wird und wann geschlafen und aufgestanden wird. 

Fünf Tage unterwegs mit: mit Kanus, Zelten und Spirituskochern, Klappspaten, biologisch abbaubarer Seife, Wasserkanistern, verpackungsarmen Vorräten für die gesamte Woche und mit einer Klassengemeinschaft, die schnell begreift, dass man alles schafft, wenn man teilt. Nicht nur den Spiritus und die stetig verbummelten Feuerzeuge, sondern die Muskelkraft beim Paddeln in wechselnden Bootsbesetzungen, beim Umtragen der Boote, beim Aus- und Einladen und beim Hochziehen der Boote aufs steile Ufer. Das Know-how beim Bedienen der Schleusen, beim Aufbauen der Zelte, beim Lesen der Karte, beim Kochen. Geteilt werden die verbliebene trockene Kleidung und der Schlafsack nach dem Kentern. Die restliche gute Laune nach dem Regenschauer, die Freude über den nächsten Sonnenstrahl und den morgendlichen Nebel über dem Wasser.

Fünf Tage unterwegs zwischen: zwischen Schilf, in das man gar nicht hinein paddeln wollte, zwischen Spinnen, die gerne im Kanu mitreisen, zwischen der großen Klassengemeinschaft und den Freunden in der Zeltgemeinschaft, zwischen Freude und Frust über die Entscheidungen der Gruppe, zwischen Erschöpfung und neuer Energie. Zwischen freundlichen Dorfbewohnern, die nicht nur Wasserkanister bereitwillig auffüllen, wenn man höflich fragt, sondern Äpfel und Limonade dazu geben.

 

Fünf Tage unterwegs in dem Bewusstsein, dass wir uns bisher völlig unterschätzt haben.