Grundkurs Religion im DT

Geboten wurde „Jugend ohne Gott“ nach dem Roman von Horváth. 

Im ersten Teil der Inszenierung wird die beklemmende Stimmung durch Repression und Militarisierung in der aufkommenden Nazi-Diktatur vor allem durch intensiven chorischen Vortrag und unterstützt durch Videoprojektionen eindrücklich vermittelt. Bis zu den ersten Szenen im Zentlager folgt das Stück der Handlung der Romanvorlage. Die Begegnung zwischen dem Lehrer und dem Pfarrer des Dorfes wird erstaunlich intensiv theologisch ausgearbeitet. Dann durchbricht das Ensemble die vierte Wand und sucht das Gespräch mit dem Publikum über die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation. Wofür sind wir dankbar? Welche Sehnsüchte haben wir? Wo haben wir uns getraut zu widersprechen? Auch ein Schüler unseres Kurses hat sich hier eingebracht und natürlich haben auch die Schauspieler ihre Sehnsüchte und Hoffnungen geteilt. Was passiert, wenn Gesellschaften ihre Werte aufgeben und moralisches Handeln zum Risiko wird? Gegen diese Frage wird der Mut gesetzt, Hoffnung zu bewahren und Zivilcourage zu zeigen. Ru-Ku