Am heutigen Montag begaben sich die vier zehnten Klassen unserer Schule auf eine eindrucksvolle Zeitreise in die deutsche Geschichte. Ziel der Exkursion war die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, das ehemalige zentrale Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit (Stasi).

In getrennten Führungen erkundeten die Schülerinnen und Schüler das weitläufige Gelände. Dabei erfuhren sie eindrücklich, wie das Areal nach 1945 zunächst als sowjetisches Speziallager genutzt und später zum berüchtigten Gefängnis der DDR-Geheimpolizei ausgebaut wurde.

Im Zentrum der Führungen standen jedoch nicht nur nackte Zahlen und Mauern, sondern vor allem die persönlichen Schicksale. Viele der Guides in Hohenschönhausen sind Zeitzeugen oder Historiker, die anhand konkreter Biografien verdeutlichten, wie schnell Menschen in das Visier der Stasi geraten konnten – oft reichte schon eine regimekritische Äußerung oder ein missglückter Fluchtversuch.

Der Besuch hinterließ bei vielen Zehntklässlern einen tiefen Eindruck. Die Auseinandersetzung mit der Willkür der Diktatur und dem Wert unserer heutigen demokratischen Grundrechte war dabei das zentrale Thema des Tages. Ein herzlicher Dank gilt den Guides der Gedenkstätte für die fundierten und emotionalen Einblicke.