„Vor euch sitzt immer ein Mensch.“

Lesung von Frau Irene Bindel am Freitag, 20.02.26

 

Irene Bindel, Jahrgang 1938 und damit sieben Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg endete, las für unsere Oberstufenschüler/innen aus ihrem autobiografischen Roman „Wassermilch und Spitzenwein“. Zudem erzählte sie von ihrem bewegten Leben in der NS-Zeit, als Kind eines jüdischen Vaters, und in der Nachkriegszeit, die sie nach dem Tod des Vaters mit ihrer alleinerziehenden Mutter verbrachte.

Die 87-jährige Autorin zog alle in ihren Bann mit ihrer lebendigen und trotz des Schreckens der Thematik extrem humorvollen Art. So war Frau Bindel nach Ende der Lesung umringt von Schüler/innen, die doch noch eine Frage oder einen Dank an sie loswerden – oder eines der Buchexemplare kaufen und signieren lassen wollten. 

Frau Bindels Botschaft, die sie am Ende der Lesung formulierte, ist einfach und klar: „Egal, wer vor euch sitzt: Es ist immer ein Mensch.“

Herzlichen Dank an den Förderverein, der die beiden Lesungen finanziert hat!

Miriam Rauchfuß