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Die diesjährige Projektwoche der Salvatorschule, die vom 14. bis zum 18. Juli stattfand, stand unter dem Großthema der Nachhaltigkeitsziele der UN.

Diese Ziele, auch bekannt als Sustainable Development Goals (SDGs), umfassen 17 von den Vereinten Nationen formulierte Leitlinien. Sie sollen dazu beitragen, die Welt bis 2030 gerechter, nachhaltiger und lebenswerter zu gestalten. Dazu zählen unter anderem die Bekämpfung von Armut, die Verbesserung von Bildung, Maßnahmen gegen den Klimawandel sowie der Zugang zu sauberem Wasser. Ziel ist es, globale Herausforderungen gemeinsam als Weltgemeinschaft anzugehen und eine bessere Zukunft für Mensch und Umwelt zu schaffen.

Ausgehend von diesem Rahmen wählten die Klassen und Oberstufengruppen jeweils ein Unterthema, das sich aus den einzelnen Zielen ableitete. Während die Schüler:innen des 2. Semesters sich projektübergreifend zuordnen konnten, arbeiteten die übrigen Lerngruppen im Klassenverband. Die Themen wurden handlungsorientiert erschlossen – durch Exkursionen, Gespräche mit Expert:innen oder eigenständige Recherchen.

Einige Gruppen setzten sich intensiv mit erneuerbaren Energien auseinander. So erhielt eine Lerngruppe Besuch von Expert:innen aus der Praxis, die Einblicke in Bau, Wartung sowie ökologische und wirtschaftliche Aspekte von Windkraftanlagen gaben. Auf dieser Grundlage entwickelten die Schüler:innen eigenständig Fragestellungen und erarbeiteten kreative Produkte wie Podcasts, Videos, Hörspiele oder Spiele.

Andere Projekte führten die Lernenden direkt in die Natur: Am Tegeler Fließ erkundeten sie eigenständig Flora und Fauna und entwickelten darauf aufbauend Modelle für nachhaltige Pavillons. Die Entwürfe wurden aus Pappe und Holz umgesetzt und in einem abschließenden Kolloquium präsentiert und diskutiert.

Auch das Leben in der Großstadt wurde aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Nach einem englischsprachigen Workshop zum Thema „Living in big cities“ entwickelten die Schüler:innen eigene Spielszenen. Exkursionen, etwa zu den Gärten der Welt oder nach Kreuzberg, ermöglichten Einblicke in Stadtentwicklung, Wohnformen und die Rolle von Natur im urbanen Raum.

Kreative Ausdrucksformen spielten eine wichtige Rolle: So entstanden eigene Umweltsongs, inspiriert von bekannten Protestsongs, sowie lyrische Texte, in denen sich die Schüler:innen mit ihren Zukunftswünschen auseinandersetzten. Ergänzend dazu wurden kleine szenische Stücke und Choreografien entwickelt, die gesellschaftliche Konflikte rund um Nachhaltigkeit – etwa innerhalb von Familien – künstlerisch aufgriffen.

Weitere Gruppen beschäftigten sich mit Mobilität und Landwirtschaft der Zukunft. Exkursionen, etwa in ein Technikmuseum oder auf einen Weltacker, machten globale Zusammenhänge von Flächennutzung und Fortbewegung erfahrbar. Auch praktische Tätigkeiten wie die Mitarbeit im Schulgarten gehörten dazu.

Das Thema Gesundheit und Wohlbefinden wurde ebenfalls praxisnah erkundet: In Kooperation mit einer Pflegeschule konnten die Schüler:innen Einblicke in pflegerische Berufe gewinnen und entwickelten darüber hinaus eigene Gesundheitsstationen für Mitschüler:innen.

In verschiedenen Projekten wurde Nachhaltigkeit direkt vor Ort erfahrbar gemacht. So arbeiteten Lerngruppen mit unterschiedlichen außerschulischen Partnern zusammen – von kreativen Werkstätten über Naturprojekte bis hin zu handwerklichen und künstlerischen Workshops mit nachhaltigen Materialien.

Auch nachhaltiger Konsum wurde kritisch hinterfragt. Die Schüler:innen untersuchten Bereiche wie Ernährung, Mobilität, Energie oder Kleidung, besuchten entsprechende Einrichtungen und bereiteten ihre Erkenntnisse in Präsentationen auf.

Ganz praktisch wurde es im Projekt zu Kräutern und Heilpflanzen: Hier stellten die Lernenden eigene Kosmetikprodukte wie Cremes oder Badesalze her und kochten Gerichte, bei denen heimische Kräuter im Mittelpunkt standen. Ebenso entstanden durch Upcycling neue Produkte aus alten Textilien oder Papier aus recyceltem Zeitungspapier.

Und auch auf die eingangs gestellte Frage nach dem Reisen fanden die Schülerinnen und Schüler kreative Antworten: Die Tropen lassen sich zum Beispiel ganz nachhaltig im Gewächshaus des Botanischen Gartens in Berlin erleben.

 

Projekt - Lyrik zu den Nachhaltigkeitszeilen

Projekt - Nachhaltiges Landwirtschaft

Projekt - Nachhaltiges Bauen

Projekt - Nachhaltiges Konsumieren

Projekt - Nachhaltiges Reisen