Kurz-Informationen zu unserem Wahlpflichtfächer-Angebot in der ISS

1. Wahlpflichtfach Französisch (Jahrgangsstufen 7-10)

An der ISS werden im Unterricht, neben dem Lehrwerk „Tous ensemble“, vielfältige und motivierende Übungsmaterialien eingesetzt, die zu einem modernen, auf den praktischen Sprachgebrauch hin orientierten Fremdsprachenunterricht dazugehören.
Durch kommunikative und abwechslungsreiche Sozialformen werden die Schülerinnen und Schüler von der ersten Unterrichtsstunde an zum Sprechen gebracht. Anhand lebensnaher Dialoge und Situationen erwerben sie auf möglichst natürliche Weise ihre individuelle Sicherheit im Sprechen und Verstehen der französischen Sprache.

Schüler der 9. oder 10. Klasse, die Interesse an einem individuellen Schüleraustausch nach Frankreich haben, werden bei der Organisation des Austausches unterstützt. Diese Form des Austausches wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk gefördert.
Sollte der Wunsch bestehen, das Berufspraktikum in der 9. Klasse in einem französischen Unternehmen in Berlin zu absolvieren, sind wir bei der Vermittlung behilflich und bereiten die Schüler in einem speziellen Bewerbertraining vor.

Hinweis: Eine Fremdsprache wird i.d.R. für 4 Jahre gewählt. Die Wahl der Fremdsprache in Klasse 7 ist nicht die Voraussetzung für einen späteren Übergang in die gymnasiale Oberstufe. Falls Ihr Kind das Abitur absolvieren möchte, kann es in Klasse 11 mit einer neuen Fremdsprache beginnen, die dann allerdings durchgehend bis zum Abitur besucht werden muss (siehe VO- GO §10).

2. Wahlpflichtfach Fit fürs Leben (Jahrgangsstufen 7-8)

Dieses Wahlpflichtfach ist für 2 Jahre konzipiert und deckt in diesem Zeitraum auf die Halbjahre verteilt vier Module ab.
Im Jahrgang 7 werden die Module „Kreative Textilverarbeitung“ und Schulgarten“ durchgeführt, im Jahrgang 8 die Module „Hauswirtschaft“ und (als Arbeitstitel, da noch in der Konzeption begriffen!) „Formulare, Formulare“.

Modul 1: „Kreative Textilverarbeitung“

Das Modul „Kreative Textilverarbeitung“ beinhaltet sowohl theoretische als auch (schwerpunktmäßig) praktische Elemente. Die theoretischen Elemente werden immer wieder in den laufenden Unterricht eingeschoben und stellen eine wichtige Grundlage dar, um die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Textilien zu schulen und für damit verbundene Zusammenhänge zu sensibilisieren. So beschäftigen wir uns im Rahmen der Materialkunde mit verschiedenen Stoffarten, ihrer Herstellung, ihren Vor- und Nachteilen und den Möglichkeiten ihrer Verarbeitung. Das Verstehen und Erlernen der Wasch- und Pflegesymbole von textiler Bekleidung macht die Schülerinnen und Schüler fit für den späteren Umgang mit Textilien. Um im Rahmen einer zunehmend globalisierten Welt den kritischen Blick zu üben, verfolgen wir den Weg eines einzelnen Kleidungsstückes vom Anbau der Baumwolle bis hin zum Verkauf im Einzelhandel. Nicht immer geht es hier gerecht zu. Das kritische Hinterfragen von Zusammenhängen schult die Schülerinnen und Schülern für die spätere Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen als mündige Bürger.

Der praktische Teil des Unterrichts gliedert sich in mehrere Teile:
Zunächst beginnen wir mit dem Erlernen der gängigen Handnähstiche. Anfangs angeleitet, dann aber zunehmend individuell und selbstständig werden kleinere Nähprojekte geplant und durchgeführt. Die Palette der Ergebnisse ist hierbei vielfältig: Von Hand nähen wir Kuscheltiere, Glücksbringer, Weihnachtsdekoration usw.
Im Rahmen der Arbeit mit Nähmaschinen machen alle Schülerinnen und Schüler zunächst den Nähmaschinenführerschein, um die Maschinen gefahrlos und fachkundig bedienen zu können. Hierbei werden grundlegende Kenntnisse über das verschiedene Nähzubehör, die Bestandteile der Nähmaschine und deren Funktion vermittelt. Bei später eventuell auftretenden Nähfehlern kann eine eigenständige Problemanalyse durchgeführt und die Ursache eigenständig behoben werden.
Wir fertigen mit den Nähmaschinen Produkte wie Kissen, Taschen, Wimpelketten, Utensilos oder Stifterollen. Dabei erlernen wir nach und nach auch den richtigen Einsatz von Volumenvlies, das Einnähen von Reißverschlüssen, das maschinelle Nähen von Knopflöchern und komplexere Motivgestaltung durch die Kombination verschiedener Stoffe in Form von Applikationen mit Hilfe von doppelseitig klebender Vlieseinlage. Anfangs üben wir die Arbeit mit vorgegebenen Schnittmustern und Nähanleitungen. Im weiteren Verlauf des Kurses trainieren die Schülerinnen und Schüler zunehmend das Planen und Umsetzen eigener Ideen. Sie stellen selbstständig eigene Schnittmuster her und können von bereits vorhandenen Produkten einen Schnitt abnehmen. Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt, es entstehen Handytaschen, Stiftebecher, Bücherkissen oder Buchhüllen, Sportbeutel, Wohndekoration usw.

Durch die Unterstützung des Fördervereines konnte die Schule eine Overlock-Nähmaschine. erwerben. Dies ermöglicht uns auch das Nähen von anspruchsvolleren Stoffarten wie Jersey oder Wollstoffen. Die Reparatur, kreative Veränderung oder auch die Kürzung von Kleidungsstücken wird erlernt, die Idee des „Upcyclings“ vermittelt und trainiert. Im Anschluss an das Modul „Kreative Textilverarbeitung“ sind die Schülerinnen in der Lage, sowohl von Hand als auch mit Hilfe verschiedener Nähmaschinen vorgegebene und eigene Projekte selbstständig durchzuführen.

Modul 2: “Schulgarten”

Dieses praxisorientierte Wahlpflichtfach findet seit dem Schuljahr 2012/13 auf dem Gelände des Schulgartens statt. Ein Teil der Gartenfläche ist als Ackerfläche nutzbar gemacht worden, um mit unserem Kooperationspartner „Gemüse-Ackerdemie“ Gemüse zu ziehen und zu verkaufen, woran die Schüler maßgeblich beteiligt sind. Ziel ist es, unter Anleitung pflanzliche Produkte und deren Verwendung im Unterricht näher kennenzulernen.

Während der Vegetationsperiode (etwa Ende März bis Ende Oktober) sollen die Schüler ferner selbstständig Beete anlegen, bepflanzen und pflegen sowie Einblicke in den Jahresrhythmus des Gartenlebens bekommen. Die so erhaltenen Produkte werden gemeinsam zubereitet und gegessen. Entsprechend der jeweiligen Jahreszeiten erarbeiten die Schüler deren Besonderheiten. Während der Wintermonate werden theoretische Kenntnisse zum biologischen Gärtnern erworben und das gelernte praktische Wissen wird inhaltlich vertieft.

Modul 3: “Hauswirtschaft”

Das Modul „Hauswirtschaft“ ist vielfältig und sehr praxisorientiert.
Im Themenbereich der Nahrungszubereitung geht es um die Zubereitung unterschiedlichster Lebensmittel. Grundlage hierfür ist aber auch das Wissen um Hygieneregeln, Sicherheitsvorkehrungen, den sachgerechten Umgang mit Küchengeräten und die Grundtechniken der Lebensmittelzubereitung. Das erlernte Wissen soll dann im praktischen Tun, beim Kochen und Backen umgesetzt werden. Welche Regeln sind beim Tischdecken zu beachten und welche Tischsitten sollten beim gemeinsamen Essen eingehalten werden? Diese Fragen werden mit den Jugendlichen besprochen und im praktischen Tun umgesetzt.
Im Bereich Ernährungslehre lernen die SuS die unterschiedlichen Nährstoffe kennen und reflektieren ihre eigenen Essgewohnheiten.
Ein weiterer Aspekt liegt auf der wirtschaftlichen Führung eines Haushalts. Hierbei werden die unterschiedlichsten Haushaltstypen betrachtet und überlegt, welche Bedürfnisse jeweils berücksichtigt werden müssen. Unter dem Oberbegriff „Haushaltsmanagement“ wird das Wissen um Zeitplanung, Arbeitsplanung und Finanzplanung zusammengefasst.

Modul 4: “Formulare, Formulare” (Arbeitstitel!)

Dieses Modul wird im Schuljahr 2021-22 erstmals in der 8. Klasse angeboten und befindet sich noch in der Konzeption.

3. Wahlpflichtfach: GEk (Mehr als Geschichte und Erdkunde, Jahrgangsstufen 7/8 und 9/10)

Von Seiten der Schülerschaft kommen immer wieder Fragen zu historischen Themen, wie beispielsweise unterschiedliche Ereignisse der Antike, die im Geschichtsunterricht der Oberschule keinen Platz finden. In den Monatsarbeiten der 9. und 10. Klassen werden solche Themen gern bearbeitet und zum MSA präsentiert. Häufig erklären Schüler, dass sie sich mit ihrem Thema gern noch intensiver beschäftigen würden, wenn sie Zeit und Möglichkeit dazu hätten.

Dies gab Anlass zur Überlegung, wie das Curriculum eines Wahlpflichtfaches aussehen könnte, das auf die von der Schülerschaft immer wieder angesprochenen Themen eingeht und Gelegenheit bietet, möglichst selbständig zu arbeiten und am Ende ihre Arbeitsergebnisse zu präsentieren.
Die Themenfelder und möglichen Inhalte geben lediglich einen Rahmen, bieten letztlich aber auch genug Raum, auf Schülerwünsche einzugehen. Dabei fiel auf, dass ein Großteil der Themen eng mit geografischen Inhalten verknüpft ist. So stellte sich beispielsweise zum Thema „Pyramiden“ die Frage, wie die Menschen vor fast 5000 Jahren mit einfachen Werkzeugen ein solches Weltwunder bauen konnte, wie die Landschaft dafür vermessen wurde, wie die Werkzeuge überhaupt hergestellt wurden usw. Daher haben sich vollkommen neue Themenfelder ergeben, zu denen die unterschiedlichsten Inhalte von den Schülern selbstauf verschiedene Weisen „erforscht“ und unter fachkundiger Anleitung präsentiert werden.

4. Wahlpflichtfach „Schülerfirma“ – Entwicklung und Umsetzung einer eigenen Geschäftsidee (Jahrgangsstufen 9-10)

Im Wahlpflichtfach Schülerfirma geht es darum, im Verlauf von 2 Jahren eine eigene Firma aufzubauen und an den Markt zu bringen. Um dies erfolgreich zu schaffen, wird zu Beginn zunächst wirtschaftliches Hintergrundwissen vermittelt und direkt bei der Entwicklung eines eigenen Projektes angewendet, das jede Schülerin bzw. jeder Schüler für sich plant, ausarbeitet und vor einer Wirtschafts-Jury präsentiert (ein sogenannter NFTE-Kurs*). Im Anschluss geht es daran, als Team gemeinsam eine Firma aufzubauen, die nötigen Abteilungen (Vorstand, Marketing, Buchhaltung, Personal und Technik) zu besetzen und die Produktion bzw. die Dienstleistung zu starten – je nachdem, für welche Geschäftsidee sich die Gruppe entschieden hat. Im Rahmen dieses Unterrichtsfaches können die Schüler*innen Zertifikate von NFTE und des Instituts der deutschen Wirtschaft** erlangen und an Wettbewerben teilnehmen. Als Teil einer Bewerbungsmappe für eine Ausbildung stellen dieses Wahlpflichtfach und die dabei erhaltenen Zertifikate immer einen Gesprächsanlass mit dem potenziellen Ausbilder/Arbeitgeber dar, bei dem man erworbenes unternehmerisches Grundwissen einbringen kann.

*NFTE: Network for Teaching Entrepreneurship; Näheres siehe www.nfte.de ** www.junior-programme.de

5. Wahlpflichtfach „Naturwerkstatt“

In den Klassen 9/10 sollen alle „Neueinsteiger“ einen Überblick über die täglichen Arbeiten des Gärtnerns erhalten. Dabei werden die Gartengeräte fachgerecht genutzt und die üblichen Gartentätigkeiten (Unkraut jäten, sägen, Samen aussäen, pikieren, schneiden etc.) geübt.
Für die Schülerinnen und Schüler des letzten Durchganges (Wahlpflichtkurs 7./8. Klasse) werden die bisher geübten Tätigkeiten vertieft. Sie werden auch als Helfer und Berater den „Garteneinsteigern“ zur Hilfe stehen. Auf Märkten (Verkauf von Schulgartenprodukten) sollen sie zunehmend an der Kostenkalkulation beteiligt werden. Weiterhin werden die Schülerinnen und Schüler zunehmend an der Verarbeitung von Naturprodukten beteiligt. Sie können, neben der Verarbeitung von Gemüse, auch Kräuterprodukte, Blütengelees, Cremes oder Tees herstellen.

Außerdem wird die Anlage eines guten Kompostsystems im Vordergrund stehen. In der Winterperiode werden theoretische Kenntnisse des Gärtnerns erarbeitet sowie verschiedene Pflanzenportraits erstellt. Zusätzlich werden die Schülerinnen in die Arbeit mit einem Gewächshaus eingeführt.