Liebe Schulgemeinschaft,

wie schon letztes Jahr haben wir auch in diesem Jahr wieder ein Team für die Schulgemeinschaft bei dem Wettbewerb STADTRADELN eingerichtet und wir möchten Euch hiermit herzlich einladen, sich dem Salvatorteam „Salvator radelt…“ anzuschließen und vom 30.05.2024 bis zum 19.06.2024 geradelte Kilometer zu sammeln.

STADTRADELN ist ein Wettbewerb, bei dem man 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurücklegt und diese Kilometer für sein Team eingibt.

Es geht natürlich insbesondere darum, aktiv Radfahren als umweltfreundliche Fortbewegungsmethode bewusster in den eigenen Alltag zu integrieren. Darüber hinaus macht aber neben der körperlichen Bewegung insbesondere das Radeln im Team viel Spaß. Zu sehen, wie man in der Gruppe immer mehr Kilometer gemeinsam sammelt, ist sehr motivierend!

Ja, mia soan mit‘m Radel da… bald

Eure Klima AG

Fünf Tage ohne Einwegplastik? Fünf Tage auf den Konsum von Produkten verzichten, bei denen man die Einwegplastikverpackung mitgekauft hat? So schwer kann es doch nicht sein, oder?

Doch im Alltag gibt es immer mal wieder – jedenfalls wenn man für seine Familie den Müllbeutel für die Gelbe Tonne hinausbringt oder wenn man die Beutel mit dem gesammelten Plastikmüll zum Zaun legt, weil die Müllabfuhr kommen wird – den Moment, wo der Gedanken aufploppt: Mmh, ist doch ganz schön viel Müll wieder zusammengekommen, zum Glück, dass das Plastik wiederverwertet wird.

Na gut, vielleicht hatte man diesen Gedanken doch eher vor 20 Jahren, denn so viel haben wir in den letzten Jahren gelernt:

Ein nicht unerhebliches Problem beim Kunststoffmüll ist, dass nur ein geringer Teil wirklich (im Sinne einer Kreislaufwirtschaft) wiederverwertet werden kann. Das meiste Plastik, welches nur kurz in unserem Besitz ist, bevor es seine Funktion als Verpackungen verloren hat, weil wir den Snack gegessen, das Getränk getrunken haben, wird nicht wiederverwendet, sondern findet seinen Weg oft in Mülldeponien, Müllverbrennungsanlagen oder eben auch immer wieder in die Natur. Wenn Plastik recycelt wird, dann handelt es sich überwiegend um ein Downcycling zu minderwertigen Produkten. Neue Verpackungen für Lebensmittel werden aus unserem sorgfältig getrennten Müll nicht.

Und dennoch steigt der Plastikverbrauch gerade in diesem Segment an.

Also wird es vielleicht doch nicht so leicht, fünf Tage auf Einwegplastik zu verzichten?

Lasst es uns beim diesjährigen Plastikfasten herausfinden! Mit aufmerksamen Konsumentscheidungen wird das schon!

Am 26.01.24 haben die Schüler:innen der Klima AG die Ausstellung „Klima_X“ im Kommunikationsmuseum besucht.

Diese sehr interessante, temporäre Ausstellung zeigt – mitunter erschreckend, wenn man sich mit den Verschleierungstaktikten wider besseres Wissen von EXXON seit 1977 genauer anschaut –, wie in den letzten Jahrzehnten sich die Art und Weise der Kommunikation entwickelt hat, wenn sich in der Öffentlichkeit, sich in den Medien mit dem menschengemachten Klimawandel auseinandergesetzt wird.

Es ist sehr augenscheinlich geworden, dass der Charakter der Kommunikation einen großen Einfluss darauf hat, ob wir uns ob der schleichenden Katastrophe hilflos und verzweifelt fühlen oder ob wir mit einem wünschenswerten Ziel vor den Augen motiviert und zuversichtlich handeln.

Da helfen die Formulierungen des Deutschen Klima-Konsortiums aus dem Jahr 2021 schon ein wenig, wenn man den „Klimawandel in 20 Worten“ beschreiben, besprechen will:

Er ist real.

Wir sind die Ursache.

Er ist gefährlich.

Die Fachleute sind sich einig.

Wir können noch etwas tun.

Sind das nicht gut Nachrichten? Wir können noch etwas tun! Auf geht’s!

Hey!

Wisst Ihr, dass eure Essgewohnheiten einen echten Einfluss auf das Klima haben? Ja, richtig gehört! Vegan zu essen ist nicht nur gut für die Tiere, sondern auch klimafreundlich. Warum? Hier sind ein paar Gründe, die Euch überzeugen werden:

1. Weniger Treibhausgase: Durch die Fleischproduktion sowie die Herstellung von Milch- und Käseprodukten werden eine Menge Treibhausgase erzeugt, die zur Klimaerwärmung beitragen. Wenn wir mehr pflanzliche Lebensmittel essen, können wir den CO2-Ausstoß verringern und helfen, unseren Planeten zu schützen.

2. Wasserverbrauch reduzieren: Die Herstellung von Fleisch erfordert große Mengen Wasser. Pflanzliche Ernährung verbraucht deutlich weniger Wasser. Wenn wir uns für vegane Alternativen entscheiden, können wir einen Beitrag zur Wassereinsparung leisten.

3. Schutz der Artenvielfalt: Die Abholzung von Wäldern für die Viehzucht zerstört Lebensräume und bedroht viele Tierarten. Indem wir uns für pflanzliche Optionen entscheiden, können wir dazu beitragen, die Artenvielfalt zu bewahren.

Probiert doch mal, einige Eurer Mahlzeiten ohne Fleisch und tierische Produkte zuzubereiten.

Am Donnerstag könnt Ihr bei unserem veganen Essensverkauf – bei dem es Süßes, aber auch Herzhaftes wie Pizzabrötchen geben wird – es unkompliziert ausprobieren.

Ihr findet uns in der großen Pause vor dem hinteren Nawi-Eingang.

Alle Rezepte findet Ihr hier:

Seite der Klima-AG

Liebe Grüße

die Klima AG

Wir, die Klima-AG der Oberschule, haben am Montag, dem 20.11.2023, zum zweiten Mal in diesem Jahr vor der ersten Stunde eine offizielle Demo mit Polizeipräsenz durchgeführt, um auf die beengende Verkehrssituation in der Fürst-Bismarck-Straße vor dem Schultor besonders vor Unterrichtsbeginn und nach dem Schulschluss hinzuweisen.

Die Polizist:innen haben uns dieses Mal so tatkräftig unterstützt, dass alle Eltern ihre Kinder beim ersten Wendekreis abgesetzt haben und nicht bis zum Ende der Sackgasse gefahren sind.

Darüber hinaus konnten wir nun auch immer häufiger beobachten, dass eine zunehmende Zahl der bringenden Eltern, ihre Kinder weiterhin in der Dianastraße mit dem Auto absetzen.

Vielen lieben Dank, denn umso weniger in die Sackgasse hineingefahren wird, desto sicherer wird Übergang zwischen den Schulgebäuden für die Schüler:innen.

Zudem wird das Stresslevel der Autofahrenden nicht unnötig am Morgen und am Nachmittag angehoben, wenn es in der Fürst-Bismarck-Straße aufgrund der hohen Anzahl der PKWs nicht mehr vor- und zurückgeht.

In diesem Sinne: Weiter so! Und bis zum nächsten Mal auf der Straße!

Aber sehr gerne doch! Wir sammeln Müll in der unmittelbaren Umgebung der Schule, um den World-Clean-up-Day einzuläuten, der dieses Jahr am 16. September 2023 stattgefunden hat.

Daher geht in jeder Unterrichtsstunde eine andere Lerngruppe mit Zangen und Mülleimern ausgestattet hinaus an die frische Luft, um die von uns täglich genutzten Wege von insbesondere Snackverpackungen und alten Zigarettenstummeln zu befreien.

Finden Sie gut?

Wir auch!

Müll einfach einzusammeln, ist schnell umgesetzt und das Resultat ist gleich zu sehen und so wird nicht nur Kiez sauberer, sondern man bekommt darüber hinaus gute Laune.

Im vierten Jahr in Folge wurde die Katholische Schule Salvatorschule mit dem Prädikat „Internationale Nachhaltigkeitsschule-Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet.

In der Jury-Begründung heißt es, wie folgt:

Einstimmig wurde der Katholischen Schule Salvator das Prädikat aufgrund ihrer vielfältigen BNE-Aktivitäten im Unterricht und im weiteren schulischen Alltag der Jury zuerkannt.

Die Schule hat sich in den letzten Jahren ein ausgeprägtes BNE-Profil erarbeitet […]. Nicht nur die vielköpfige Klima AG zeugt davon, dass die Gegenwarts- und Zukunftsaufgabe Klimaschutz ein Schwerpunkt an der Schule ist. Es gibt nur wenige Schulen in Berlin, die die Mobilität dabei thematisieren, obwohl das in der Klimakrise zu den problematischsten Bereichen gehört. Eingebunden bleibt dabei auch das langjährige Plastikfasten. Die Partizipation der Schülerinnen und Schüler ist der Schule ein vorbildlich hohes Gut. Die Schule erhält zu Recht das „Internationale Nachhaltigkeitsschule“ im Titel, denn der Austausch mit der Krakauer Schule über das Deutsch-Polnische Jugendwerk ist eine inhaltliche (in diesem Jahr zum Thema „Luftverschmutzung“) und partnerschaftliche Begegnung.

Mit 1533,4 km klimafreundlich zurückgelegten Kilometern konnte die Klasse 8m am Ende des Erhebungszeitraumes von zwei Wochen den ersten Platz im schulinternen Wettbewerb „Salvator radelt in den Sommer“ belegen.

Neben dem Klassenranking, in dem insgesamt 4660,26 Kilometer durch die Lerngruppen der Jahrgänge 7-9 zusammengetragen wurden, konnten sich alle Schüler:innen und Lehrer:innen dieses Jahr auch im Einzelranking miteinander messen.

Maurice aus der 10m hat im Wettbewerbszeitraum vom 26.06. bis zum 7.07.23 mit 293.63 km den ersten Platz hier in der Top 20 erlangen können.

Herzlichen Glückwunsch den Gewinner:innen!

In diesem Jahr hat die Klima AG zum ersten Mal alle Eltern, Lehrkräfte und Schüler:innen ab dem Jahrgang 10 eingeladen im Team „Salvator Schulgemeinschaft“ beim Wettbewerb STADTRADELN mitzumachen.

Die insgesamt 33 Teilnehmenden im Schulteam haben zusammen 5565 Kilometer erradelt. Ein solides Ergebnis für unser Debüt.

Allen Mitradelnden vielen Dank und die herzliche Einladung auch sich im Jahr 2024 wieder dem Salvatorteam anzuschließen!

Luftveränderung – Vom 11. bis 17. Juni 2023 reisten Mitglieder unserer Klima AG zusammen mit weiteren interessierten Schülern aus den Klassen 7 – 10 nach Gaj bei Krakow, um sich dort gemeinsam mit polnischen Schülern mit dem Thema Luftverschmutzung zu beschäftigen.

Es war eine intensive, erlebnisreiche und vergnügliche Woche.

Den ersten Tag verbrachten wir an unserer Partnerschule in Gaj, wo wir im Chemieunterricht unser Wissen über jene Elemente und Verbindungen auffrischten, die in der kommenden Woche immer wieder von den Experten vor Ort thematisiert wurden: Kohlenstoffdioxid (CO2), Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOx) und Staub. Wir führten ein Experiment zur Kalkabscheidung durch, ein Verfahren, das uns gleich am nächsten Tag in der riesigen Müllverbrennungsanlage ‚Ekospalarnia‘ in der Praxis begegnete. Dank dieser neuen Anlage hält Krakow nun bei der Müllverbrennung die EU-Normen ein. Der Direktor erklärte jedoch schon bei der Begrüßung, dass auch diese Technik nur ein Zwischenschritt auf dem Weg hin zu einer umfassenden Recyclingquote sein kann, nicht nur weil 20% des Müllaufkommens als toxische Asche zurückbleiben.

Den dritten Tag verbrachten wir unter der Leitung zweier Professoren der Universität Krakow, die zum Thema Luftverschmutzung forschen. Am Morgen führten sie uns zunächst auf den künstlichen Berg Kopiec Kosciuszki, von dem aus wir die smogfördernde topografische Lage Krakows in einer Talsenke besonders gut sehen konnten. Anschließend besuchten wir eine der zahlreichen Stationen zur Messung der Luftqualität in der Stadt. Der Techniker vor Ort demonstrierte uns, wie er die Belastung durch verschieden große Feinstaub-Partikel und Luftverschmutzung durch flüchtige Gase misst. Am Nachmittag nahmen wir auf dem Universitätscampus eine Luftprobe und betrachteten sie anschließend im Labor unter dem Elektronenmikroskop.

Am vierten Tag waren wir zu Gast bei der Verwaltung der Woiwodschaft Kleinpolen, in der Krakow liegt. Wir erfuhren, dass Smog, der in Deutschland weitgehend der Vergangenheit angehört, weiterhin ein großes Problem in Krakow ist, weshalb jede Schule mit einem Warngerät ausgestattet wurde. Hauptursache ist nicht mehr die Industrie, sondern die weiterhin verbreitete Kohleheizung. Auch die Woiwodschaft Kleinpolen hat deshalb mit der Förderung von Wärmepumpen begonnen, eine Form der Energiegewinnung, die wir in einem praktischen Experiment vor Ort direkt erleben konnten.

Am fünften Tag ließen wir die Stadt hinter uns und unternahmen eine ausgedehnte Wanderung im Tatra-Nationalpark, die auch eine Kletterpartie für Schwindelfreie und einen finsteren Höhlenaufstieg beinhaltete. Dass die Umweltprobleme der Stadt Krakow vor der Tatra nicht halt machen, zeigte uns der Nationalpark-Guide anhand der geschädigten Bäume im Außenbereich. Der Kernbereich des Naturparks dagegen ist gut von der verschmutzten Luft abgeschirmt: Die langen Flechten an den Bäumen sind ein Indikator sauberer Luft.

Nebenbei haben wir übrigens auch die Altstadt Krakows besichtigt und die Synagogen im jüdischen Viertel Kazimierz. Wir haben mit unseren polnischen Partnern Polnisch, Deutsch und Englisch gelernt, wir haben zusammen Fußball, Volleyball und Basketball gespielt und gemeinsam musiziert. Darüber haben wir uns so gut kennengelernt, dass beim Abschied manche Träne floss.

Wir freuen uns schon sehr auf den Gegenbesuch der polnischen Schüler und ihrer Lehrer in Berlin im nächsten Schuljahr und unser neues gemeinsames Umweltprojekt.

Ein ganz herzlicher und großer Dank geht an unseren Dolmetscher Herrn Sobek, Agathas Vater, der sich extra Urlaub genommen hat, um uns zu begleiten und bei allen Veranstaltungen und Workshops wie ein Profi übersetzte.

Wir bedanken uns außerdem beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW), das die Fahrt großzügig finanziell unterstützte.

Britta Fredrich