Am 18.03.2024 haben Schüler:innen aus allen vier 7. Klassen zum Abschluss des Plastikfastenprojekts einen Workshop der FU-Schüler:innen-Uni besucht.

Der Workshop „Wir bauen ein Haus aus Lehm“ wurde vom Verein We-Building e.V. angeboten und auch wenn es in diesem nicht um Einwegplastik ging, so fügte er sich gut in das übergeordnete Ziel des Plastikfastenprojekts ein: die Reflexion des Ressourcenverbrauchs der Länder des sogenannten globalen Nordens.

In dem Workshop setzten wir uns zuerst über Bildquellen mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinander, wie Häuser – letztlich auch je nach grundlegendem Baumaterial – überhaupt gestaltet sein können und versuchten die verschiedenen Arten von Häusern Regionen auf der Weltkarte zuzuordnen.

Die Baumaterialien Lehm und Beton sowie die einzelnen Schritte ihrer Gewinnung bzw. Herstellung wurden in einer vertiefenden Phase arbeitsteilig erarbeitet und dann gemeinsam verglichen.

Auch wenn einige von uns schon wussten, dass das Bauen mit Beton sehr ressourcenintensiv ist, so war es doch noch einmal sehr augenöffnend, als wir lernten, dass in den Brennöfen, die bei der Zementherstellung eingesetzt werden, Temperaturen von circa 1450°C benötigt werden. Eine Temperatur, die nicht einmal die heißeste Lava auf unseren Planeten erreicht. Diese ist „nur“ ungefähr 1200°C heiß.

In dem letzten Abschnitt des Workshops bauten wir schließlich kleine Häuser aus Lehm, um diesen Baustoff nicht nur theoretisch als ein klimafreundlicheres Material kennenzulernen, sondern diesen auch haptisch zu erfahren.

Beim diesjährigen Plastikfastenprojekt der Salvatorschule ergaben sich für die Schüler:innen vielfältige Möglichkeiten sich mit der Thematik Einwegplastik auseinanderzusetzen.

Einige Lerngruppen haben vor der eigentlichen Plastikfastenschulwoche, die vom 11. bis zum 15.03.2024 ging, eine Schulwoche lang die Plastikverpackungen gesammelt, die aus ihrem persönlichen Verbrauch stammten, um genauer zu prüfen, welche Produkte in ihrem Alltag mit der meist nicht weiter beachteten Einwegplastik kommen. Zudem erhielten sie so einen Vergleichswert, um beim folgenden Plastikfasten konkret wahrzunehmen, wie viel Einwegplastik durch plastikfreie Alternativen oder letztlich Verzicht eingespart werden kann.

Andere Lerngruppen arbeiteten gezielt im Fachunterricht. Fragen, wie z.B. all das Plastik eigentlich ins Meer gelangt, in welchen Ländern ausgehend von unseren Konsumentscheidungen die Müllberge wachsen oder welche Gefahren für Tiere und Menschen vom Mikroplastik ausgehen, konnten dabei reflektiert werden.

Die Klasse 8m schließlich näherte sich der Thematik schließlich noch im Kunstunterricht gestalterisch im Zuge eines Fotoprojektes an. Mit Hilfe von Verpackungen aus der Abfallsammlung der Schule erstellten die Schüler:innen in Kleingruppen eine Kulisse, in der dann kleine Figuren hineingesetzt wurden. Sie haben auch mit dem Einsatz von Licht experimentiert, um die Szene noch dramatischer erscheinen zu lassen und um unterschiedliche Stimmungen zu erzeugen.

Fünf Tage ohne Einwegplastik? Fünf Tage auf den Konsum von Produkten verzichten, bei denen man die Einwegplastikverpackung mitgekauft hat? So schwer kann es doch nicht sein, oder?

Doch im Alltag gibt es immer mal wieder – jedenfalls wenn man für seine Familie den Müllbeutel für die Gelbe Tonne hinausbringt oder wenn man die Beutel mit dem gesammelten Plastikmüll zum Zaun legt, weil die Müllabfuhr kommen wird – den Moment, wo der Gedanken aufploppt: Mmh, ist doch ganz schön viel Müll wieder zusammengekommen, zum Glück, dass das Plastik wiederverwertet wird.

Na gut, vielleicht hatte man diesen Gedanken doch eher vor 20 Jahren, denn so viel haben wir in den letzten Jahren gelernt:

Ein nicht unerhebliches Problem beim Kunststoffmüll ist, dass nur ein geringer Teil wirklich (im Sinne einer Kreislaufwirtschaft) wiederverwertet werden kann. Das meiste Plastik, welches nur kurz in unserem Besitz ist, bevor es seine Funktion als Verpackungen verloren hat, weil wir den Snack gegessen, das Getränk getrunken haben, wird nicht wiederverwendet, sondern findet seinen Weg oft in Mülldeponien, Müllverbrennungsanlagen oder eben auch immer wieder in die Natur. Wenn Plastik recycelt wird, dann handelt es sich überwiegend um ein Downcycling zu minderwertigen Produkten. Neue Verpackungen für Lebensmittel werden aus unserem sorgfältig getrennten Müll nicht.

Und dennoch steigt der Plastikverbrauch gerade in diesem Segment an.

Also wird es vielleicht doch nicht so leicht, fünf Tage auf Einwegplastik zu verzichten?

Lasst es uns beim diesjährigen Plastikfasten herausfinden! Mit aufmerksamen Konsumentscheidungen wird das schon!

Am 26.01.24 haben die Schüler:innen der Klima AG die Ausstellung „Klima_X“ im Kommunikationsmuseum besucht.

Diese sehr interessante, temporäre Ausstellung zeigt – mitunter erschreckend, wenn man sich mit den Verschleierungstaktikten wider besseres Wissen von EXXON seit 1977 genauer anschaut –, wie in den letzten Jahrzehnten sich die Art und Weise der Kommunikation entwickelt hat, wenn sich in der Öffentlichkeit, sich in den Medien mit dem menschengemachten Klimawandel auseinandergesetzt wird.

Es ist sehr augenscheinlich geworden, dass der Charakter der Kommunikation einen großen Einfluss darauf hat, ob wir uns ob der schleichenden Katastrophe hilflos und verzweifelt fühlen oder ob wir mit einem wünschenswerten Ziel vor den Augen motiviert und zuversichtlich handeln.

Da helfen die Formulierungen des Deutschen Klima-Konsortiums aus dem Jahr 2021 schon ein wenig, wenn man den „Klimawandel in 20 Worten“ beschreiben, besprechen will:

Er ist real.

Wir sind die Ursache.

Er ist gefährlich.

Die Fachleute sind sich einig.

Wir können noch etwas tun.

Sind das nicht gut Nachrichten? Wir können noch etwas tun! Auf geht’s!

Georg Büchners Zeilen in einem Brief an seine Braut aus dem Jahr 1834 geben einen kurzen Einblick in die Motivation des Autors, in seinem Drama „Woyzeck“ eine Figur in den Fokus der theatralen Auseinandersetzung zu nehmen, die von Armut, gesellschaftlicher Missachtung sowie von Wahnvorstellungen geprägt ist.

Büchner war es ein Anliegen, aufzuzeigen, dass insbesondere die Umstände, unter denen die Menschen leben (müssen), dafür ausschlagegebend sind, ob man rechtschaffend, gesellschaftlich angemessen agieren kann oder eben verbrecherisch handelt.

Aber nicht nur aus diesen Gründen hat sich Büchner in seinem Text mit dem Fall von Johann Christian Woyzeck zur Vorlage genommen, der 1821 Johanna Christiane Woost in Leipzig erstach und schließlich nach seinem Prozess als letzter Verurteilter 1824 auf dem Leipziger Markt in aller Öffentlichkeit hingerichtet wurde. Insbesondere auch die Frage der Zurechnungsfähigkeit, die per Gutachten erst nachgewiesen werden musste, da Zeugen von einem wahnhaften Verhalten des Täters berichteten, interessierte Büchner und fand Aufnahme in der Figurengestaltung seines Woyzecks.

Auch wenn Büchner nicht selbst in Leipzig war, so hat sich der Leistungskurs Deutsch auf den Spuren der Vergangenheit – nicht nur vom historischen Woyzeck – nach Leipzig begeben und mit Hilfe des Stadtführers Henner Kotte viel literarisch Spannendes erfahren.

Und, wenn man schon einmal da ist, kann man sich ja auch noch das wenig subtile Völkerschlachtdenkmal anschauen…

Hey!

Wisst Ihr, dass eure Essgewohnheiten einen echten Einfluss auf das Klima haben? Ja, richtig gehört! Vegan zu essen ist nicht nur gut für die Tiere, sondern auch klimafreundlich. Warum? Hier sind ein paar Gründe, die Euch überzeugen werden:

1. Weniger Treibhausgase: Durch die Fleischproduktion sowie die Herstellung von Milch- und Käseprodukten werden eine Menge Treibhausgase erzeugt, die zur Klimaerwärmung beitragen. Wenn wir mehr pflanzliche Lebensmittel essen, können wir den CO2-Ausstoß verringern und helfen, unseren Planeten zu schützen.

2. Wasserverbrauch reduzieren: Die Herstellung von Fleisch erfordert große Mengen Wasser. Pflanzliche Ernährung verbraucht deutlich weniger Wasser. Wenn wir uns für vegane Alternativen entscheiden, können wir einen Beitrag zur Wassereinsparung leisten.

3. Schutz der Artenvielfalt: Die Abholzung von Wäldern für die Viehzucht zerstört Lebensräume und bedroht viele Tierarten. Indem wir uns für pflanzliche Optionen entscheiden, können wir dazu beitragen, die Artenvielfalt zu bewahren.

Probiert doch mal, einige Eurer Mahlzeiten ohne Fleisch und tierische Produkte zuzubereiten.

Am Donnerstag könnt Ihr bei unserem veganen Essensverkauf – bei dem es Süßes, aber auch Herzhaftes wie Pizzabrötchen geben wird – es unkompliziert ausprobieren.

Ihr findet uns in der großen Pause vor dem hinteren Nawi-Eingang.

Alle Rezepte findet Ihr hier:

Seite der Klima-AG

Liebe Grüße

die Klima AG

In einem dreistündigen Workshop im Futurium Lab setzte sich die Klasse 7a aktiv mit der Frage „Was zeichnet eine Demokratie aus?“ auseinander. Nach einer grundsätzlichen Reflexionsphase konzipierten die Schüler:innen in Gruppen Kampagnen zu Themen, die sie besonders interessieren und bei denen die Kinder sich mehr Mitsprache wünschen: Wie könnte die Bahn zuverlässiger werden? Warum sind weniger Hausaufgaben wichtig? Kann man die Umwelt mit Hilfe von Social-Media-Kanälen schützen? Wie können wir die Menschen für die Demokratie begeistern? Gegen Hate in den sozialen Medien!

Der Workshop war sehr interessant. Wichtige demokratische Werte wurden nicht nur thematisiert, sondern zugleich (wie die Diskursfähigkeit und die Fähigkeit zum konzentrierten Zuhören) eingeübt.

Wir, die Klima-AG der Oberschule, haben am Montag, dem 20.11.2023, zum zweiten Mal in diesem Jahr vor der ersten Stunde eine offizielle Demo mit Polizeipräsenz durchgeführt, um auf die beengende Verkehrssituation in der Fürst-Bismarck-Straße vor dem Schultor besonders vor Unterrichtsbeginn und nach dem Schulschluss hinzuweisen.

Die Polizist:innen haben uns dieses Mal so tatkräftig unterstützt, dass alle Eltern ihre Kinder beim ersten Wendekreis abgesetzt haben und nicht bis zum Ende der Sackgasse gefahren sind.

Darüber hinaus konnten wir nun auch immer häufiger beobachten, dass eine zunehmende Zahl der bringenden Eltern, ihre Kinder weiterhin in der Dianastraße mit dem Auto absetzen.

Vielen lieben Dank, denn umso weniger in die Sackgasse hineingefahren wird, desto sicherer wird Übergang zwischen den Schulgebäuden für die Schüler:innen.

Zudem wird das Stresslevel der Autofahrenden nicht unnötig am Morgen und am Nachmittag angehoben, wenn es in der Fürst-Bismarck-Straße aufgrund der hohen Anzahl der PKWs nicht mehr vor- und zurückgeht.

In diesem Sinne: Weiter so! Und bis zum nächsten Mal auf der Straße!

Aber sehr gerne doch! Wir sammeln Müll in der unmittelbaren Umgebung der Schule, um den World-Clean-up-Day einzuläuten, der dieses Jahr am 16. September 2023 stattgefunden hat.

Daher geht in jeder Unterrichtsstunde eine andere Lerngruppe mit Zangen und Mülleimern ausgestattet hinaus an die frische Luft, um die von uns täglich genutzten Wege von insbesondere Snackverpackungen und alten Zigarettenstummeln zu befreien.

Finden Sie gut?

Wir auch!

Müll einfach einzusammeln, ist schnell umgesetzt und das Resultat ist gleich zu sehen und so wird nicht nur Kiez sauberer, sondern man bekommt darüber hinaus gute Laune.

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