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Berliner Blockade: Die Rosinenbomber Referat im Fach Politische Weltkunde von Linda von Keyserlingk |
| In 278228 Flügen
wurden mehr als 2,3 Millionen Tonnen Versorgungsgüter nach Berlin
gebracht, vor allem Kohlen und Nahrungsmittel. Im Gegensatz zum nördlichen Flugkorridor, in dem die Flugzeuge wegen ihrer Modellvielfalt in verschiedenen Flughöhen fliegen mußten, flogen im südlichen Flugkorridor fast ausschließlich die großen Skymaster mit 270 km/h und exaktem Abstand von 13,5 km auf gleicher Höhe. Der mittlere Korridor wurde überwiegend für Rückflüge benutzt, bei denen oft Berliner Kinder zum "Aufgepeppeltwerden" mit in die Westzonen flogen. Marion G., die Anfang November 1948 mit einer britischen Luftbrücken-Maschine nach Lübeck flog erzählte: "Wir waren außer der britischen Crew höchstens 15 Kinder mit einer Begleitperson. Wir saßen längs an den Seiten auf Klappsitzen aus Segeltuch, alle mit unserem Ausweis um den Hals und einem Zehnmarkschein in der Tasche." |
| Kenneth Slaker war
einer der damaligen Luftbrücken Piloten: "Ich habe mich ein
bißchen wie ein Engel gefühlt. Die Westberliner waren unsere
Verbündeten, und so fand ich es selbstverständlich, daß
wir ihnen beim Überleben helfen. Ich habe hoch eingeschätzt,
was sie durchgemacht hatten. Ich weiß nicht, wie sie den Krieg überlebt
haben, aber ich habe allen Respekt vor ihnen. Sie zu versorgen war die
größte Aufgabe meines Lebens. Und ich wußte: Ich tue
etwas Gutes für die Menschheit. Ich töte nicht als Soldat, sondern
ich helfe zu leben. Ich habe den Krieg nie gemocht." Ursula Alker arbeitete während der Luftbrücke auf dem Flughafen Berlin-Gatow. Sie half bei der Kontrolle und dem Entladen der Fracht: "Wir fuhren mit einer Art Pritschenwagen an die Flugzeuge heran. Ungefähr sechs Flugzeuge wurden gleichzeitig abgefertigt. Zwei Landebahnen waren in Betrieb, eine dritte im Bau. Während die Männer abluden, mußte ich den Frachtbrief und den Zählschein nehmen und jeden Sack und jedes Paket eintragen. Es kamen vorwiegend Trockenmohrrüben und Trockenkartoffeln in Berlin-Gatow an, deren Geruch mir noch heute in der Nase sitzt. Aber auch Zucker, Schokolade und andere Lebensmittel. Die Güter wurden auf LKWs verladen und in Speicher gefahren." Zu dem Namen "Rosinenbomber" kamen die Luftbrückenflugzeuge wohl auch mit Hilfe des "Candy-Pilot" Gail Halverson. Dieser fing an, Schokoladentafeln, die er von seinen Verwandten aus Amerika zugeschickt bekam an Taschentücher zu binden und sie vor der Landung über Berlin abzuwerfen. Als Halversons Vorgesetzter von den heimlichen Abwürfen erfuhr, zog die Aktion bald weite Kreise und bald sammelten die gesamten Air-Force Flieger und ganz Amerika Süßigkeiten und Kaugummis, um damit die "Operation Little Vittles" zu unterstützen. Hans-Peter Fahrun war einer der Berliner Kinder, die diese Aktion miterlebten: "Einmal konnte ich einen kleinen Fallschirm mit Schokolade und Kaugummi ergattern, den ein Rosinenbomber abwarf, während wir auf der Tiergartenstraße vor dem Canisius-Kolleg Fußball spielten." |
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Im März 1947, als die Bestände an 10er-Paketen verbraucht waren, begann CARE Pakete zu verschicken, deren Inhalt es selbst zusammengestellt und gepackt hatte. Diese waren stärker auf den Bedarf von zivilen Familien als den von Soldaten abgestimmt und enthielten mehr Fleisch, mehr Fett, mehr Süßes und andere Bestandteile, um die europäische »Diät« anzureichern. Der Inhalt dieser Pakete entsprach etwa 40.000 Kalorien; er variierte zwar von Zeit zu Zeit, hatte jedoch folgendes als Grundausstattung:
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CARE Deutschland e.V.
Postfach 300351
53183 Bonn
Email: info@care.de
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Katholische Schule Salvator - Referat im Fach Politische Weltkunde von Linda von Keyserlingk Illustrationen © 1998 Landesbildstelle Berlin und CARE Deutschland e.V. Sitedesign © 1999 Thorsten Papkalla - tpapk@gmx.net |