Irak-Krieg: Immer mehr Menschen sterben - aber wofür?Surftipp: Netzreisen.deNoch einmal 87 Milliarden Dollar bewilligt der amerikanische Kongress für den angeblichen Terror-Einsatz im Irak. Mehr als 400 Tote seit dem offiziellen Kriegsende, zerstörte Häuser, Familien entzwei gerissen. Musste das sein? Hätte der Irak-Krieg nicht vermieden werden können? Nach neuesten Erkenntnissen hatte Saddam Hussein den Amerikanern viele Zugeständnisse gemacht, zum Beispiel, dass 2000 FBI-Agenten im Irak nach Massenvernichtungswaffen hätten suchen können. Doch der Krieg begann dennoch. Und nun kommen ausgerechnet amerikanische Firmen, um den Irak wieder aufzubauen. Und obwohl George W. Bush keine biologischen oder chemischen Waffen gefunden hat, verteidigt er den Krieg gegen die "Achse des Bösen". Immerhin gibt es ein positives Signal. Die derzeit 130 000 Soldaten, die im Irak stationiert sind, werden bis 2004 um 30 000 reduziert. Im Gegenzug soll die Zahl der irakischen Sicherheitsleute von 115 000 auf 170 000 gesteigert werden. In einer Rede bezeichnete Bush die Demokratisierung des Nahen Ostens wie auch den Zusammenbruch des Kommunismus als "großen Wendepunkt in der Geschichte". Beinahe jeden Tag lesen wir neue Nachrichten von toten Soldaten und Zivilisten, hören von Attentaten auf Einrichtungen der USA und anderer Länder im Irak und von den Gegenangriffen der US-Soldaten. Bei so viel Leid, Tod Verletzten und bei so viel Zerstörung fragt man sich doch, ob dieser Krieg und seine schrecklichen Folgen sein mussten. Nach den schweren Anschlägen gegen die "Koalition der Willigen" gerät Präsident Bush in seinem Land weiter in Bedrängnis. Doch nun plötzlich will er die Demokratisierung und politische Zukunft des Iraks früher in die Hände der Iraker legen. Da bleibt nur die Hoffung, dass das alles nicht so endet wie im ersten Golfkrieg, in dem die Amerikaner zwar gewannen, aber die irakische Bevölkerung keinen Frieden fand. Ob die 87 Milliarden Dollar helfen werden? Bei sinkender Zustimmung zum Krieg kommt in Amerika die Frage auf, ob die USA nicht genügend eigene Probleme haben: Arbeitslose, leere Kassen und ein marodes Stromnetz - warum mussten sie noch in den Krieg marschieren? Franz Joseph Wohlleben, Klasse 8af, Katholische Schule Salvator, Reinickendorf Surftipp: Netzreisen.deAustauschschüler, die ihre Freunde zu Hause auf dem Laufenden halten wollen, können im Online-Reisetagebuch auf www.netzreisen.de ihr persönliches Tagebuch anlegen. Das Reisetagebuch ist ein kostenloses "Weblog"-Angebot des Internationalen Jugendaustausch- und Besucherdienstes IJAB e.V. Berliner Morgenpost, vom: 08.12.2003
|
||||