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| Datum: | 06.11.1999 |
| Ressort: | Feuilleton |
| Autor: | (nicht benannt) |
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Bei Gefahr in drei Minuten am Einsatzort Löschfahrzeuge der Flughafenfeuerwehr in Schönefeld sind ständig einsatzbereit Wer würde nicht gern mal ein einsatzbereites Löschfahrzeug der Flughafenfeuerwehr sehen? Unsere Klasse hat es geschafft. Bei der Besichtigung des Flughafens Schönefeld darf sie sogar ins Cockpit des 38, 5 Tonnen schweren Fahrzeugs steigen. "Es war echt stark, einmal ein solches Fahrzeug aus der Nähe zu betrachten", berichtet ein Mitschüler nach Verlassen des Fahrzeugs. Natürlich ist die Feuerwehr 24 Stunden einsatzbereit. Wie leicht kann ein Flugzeug mal die Landebahn verfehlen? Solche oder andere Vorfälle können schnell passieren. Deshalb verfügt die Flughafenfeuerwehr über Fahrzeuge, die speziell bei Flugzeugbränden eingesetzt werden. Sie heißen Simbas. Auch andere Feuerwehrautos erhöhen die Sicherheit auf dem Flughafen. Diese schweren Löschfahrzeuge sind innerhalb von drei Minuten am Einsatzort. Zwei Feuerwehrleute bedienen es, der Fahrer und der Einsatzleiter. Aber der Tank ist bei voller Leistung schon in zwei Minuten geleert. Und der fasst immerhin 12 500 Liter Wasser. Auch 12 000 Liter Schaum zum Bekämpfen von Flüssigkeitsbränden sind vorhanden. Mindestens einer der Simbas ist immer einsatzbereit. Zur Ausstattung gehören feuerfeste Handschuhe, Sauerstoffflaschen, eine Axt und Spezialanzüge. Die Feuerwehrstation befindet sich etwas abseits der Terminals, ist dadurch aber näher an den Rollbahnen. Also keine Angst vor dem Fliegen. Es kann fast nichts passieren. Diesen Eindruck kann man auch in der Flugzeugwartungshalle gewinnen. "Man, ist das hier riesig", meint eine Mitschülerin. Sie ist wirklich sehr groß und überall stehen blaue und gelbe Gerüste, an denen irgendwelche Maschinen hängen. Herr Obst vom Flughafen führt uns auf ein Gerüst, vielmehr eine Plattform, auf der wir uns das Innere eines Flugzeugs angucken, das gerade gewartet wird. "Es gibt eine Tabelle auf der steht, welcher Flugzeugtyp nach wie vielen Flugstunden gewartet werden muss", sagt Herr Obst. Das Flugzeug an dem gerade gearbeitet wird, hat wohl schon sein Limit erreicht und wird genau kontrolliert. Wenn etwas kaputt sein sollte, wird es repariert oder ausgewechselt. Besonders bei den Reifen und Bremsen wird darauf geachtet, ob etwas kaputt ist, denn bei jeder Landung müssen die Reifen auf über 180 Kilometer pro Stunde beschleunigen und erst unter hundert Kilometer pro Stunde wird gebremst. Dabei nutzen sich die Reifen natürlich ab.
Zwei Männer arbeiten an dem Flugzeug. "Aber die reichen nicht aus, um das ganze Flugzeug zu reparieren",
berichtet Herr Obst. "Dafür gibt es einfach zu viele Teilgebiete, beispielsweise die Triebwerke oder die Hydraulik,
für die sich jeder nach einer rund dreijährigen Grundausbildung spezialisiert." Gut, dass jeder Mitarbeiter weiß,
was er zu machen hat und so jeder Handgriff sitzt. Tatsächlich herrscht in der Riesenhalle keine Hektik,
geschweige denn Unordnung.
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