| 06. Juni 2000 | |
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bens Reinickendorf - «Guten Morgen, Herr Schutzmann» heißt es für rund 1100 Grundschüler aus Reinickendorf. In der Verkehrschule am Senftenberger Ring wird ihr Verhalten mit dem Rad auf der Straße geprüft. Die Verkehrssicherheitsberater der Direktion 1 heißen Lutz Burgmann und Michael Berger. Sie trainieren, erklären und prüfen das Sicherheitsverhalten der Kinder.
Gestern starteten die Prüfungswochen der Verkehrsschule: Für 29 Mädchen und Jungen der katholischen Salvator-Grundschule wurde es ernst. «Oh, Gott. Gleich bin ich dran», sagt die 10-jährige Eva ängstlich, bevor sie Polizist Burgmann auf die Probestrecke schickt. Nun muss sie zeigen, dass sie aufmerksam durch den Verkehr radeln kann: Armzeichen, Schulterblick, Absichern und die Verkehrszeichen und Regeln sollte sie beherrschen. «Geschafft», Eva ist erleichtert - sie hat den Parcours mit Bravour gemeistert.
Lutz Burgmann beobachtet das Geschehen mit gezücktem Bleistift und den Prüfungsbögen. Jeder Fehler beim Abbiegen, Anhalten und Fahren wird notiert und kostet Punkte. «Etwa zehn Prozent der Schüler schaffen die Prüfung nicht», bedauert Polizist Michael Berger. Das liege daran, dass viele Eltern ihre Kinder «zu spät aufs Rad» ließen und die jungen Radler noch nicht so weit sind wie ihre Mitschüler. Unzureichendes Training kann schwere Folgen auf der Straße haben: «In diesem Jahr ist die hohe Zahl von Radfahrer-Unfällen weiter angestiegen», erzählt Berger, «insgesamt belegt Reinickendorf einen traurigen dritten Platz in der Berliner Unfallstatistik.» Die Ursache dafür sei das fehlerhafte Verhalten der Radler: «Die meisten Unfälle passieren an Kreuzugen, beim Abbiegen oder der Straßenüberquerung», sagt Berger. Die Schüler der Salvator-Grundschule haben die Regeln nach drei Übungen und der anstrengenden Prüfung nun begriffen.