| Pressedienst des NABU Berlin |
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26.01.2005 Artenschutz beim NABU Berlin Eulen brauchen ein Zuhause |
Berlin
- Jetzt im Januar rufen wieder die Waldkäuze in Reinickendorfer
Parkanlagen. Die Brutsaison steht bevor und die Suche nach Partnern und
Nisthöhlen beginnt. Der Orkan im Juli 2002 hat jedoch in den Parks und
im Tegeler Fließtal zahlreiche alte Bäume geworfen bzw. ihre Kronen so
zerstört, dass sie gefällt werden mussten. Potenzielle Nistbäume für
den Waldkauz und andere höhlenbewohnende Vögel stehen nicht mehr zur
Verfügung.Der NABU hat daher dem für den Artenschutz zuständigen Naturschutz- und Grünflächenamt (NGA) beim Bezirksamt Reinickendorf vorgeschlagen, Nisthilfen für den Waldkauz in Reinickendorfer Parkanlagen aufzuhängen. "Seit Jahrzehnten haben sich die von Dr. Viktor Wendland und Erich Engel entworfenen Nistkästen als Brutstätten für den Waldkauz bewährt. Einige Kästen waren aber schon reparaturbedürftig", sagt Dr. Hans-Jürgen Stork vom NABU Berlin. "Wanderer in Lübars oder am Hermsdorfer Waldsee haben sich immer an den aus den Kästen beobachtenden Eulen gefreut. Die im Frühjahr in den benachbarten Bäumen sitzenden Jungkäuze zeugten vom guten Bruterfolg." Durch die gute Kooperation mit der Reinickendorfer Naturschutzbehörde und mit Unterstützung durch die Stiftung Naturschutz Berlin wurde die Aktion zum Erfolg. "Wir haben die Initiative des NABU sofort begrüßt und auch technische Hilfen vom Bezirksamt zur Verfügung gestellt", erklärte der Leiter des NGA, Rüdiger Zech. Die neuen Nistkästen wurden nach den bewährten Entwürfen von NABU Mitarbeitern gebaut."Die mit Baumschnitt-Arbeiten befassten Baumsteiger-Teams konnten wir frühmorgens gut für das Aufhängen der Nistkästen einsetzen. Auf dem Weg zu ihren Einsatzorten war das kein großer Aufwand", sagt Herr Pluta vom Werkhof des NGA. "Die Nisthilfen wurden in den für den Waldkauz geeigneten Grünanlagen zwischen Frohnau, Lübars, dem Flughafensee und Alt-Reinickendorf aufgehängt. An den Rändern des Tegeler Fließtales boten sich eine Reihe von Standorten an. Dadurch soll der Waldkauz-Bestand gestützt werden. Schüler der Salvatorschule und der Bertha-von-Suttner-Oberschule können sicher bald Eulen auf ihrem Schulgelände beobachten", hofft Dr. Stork. Bei der Säuberung der Nistkästen am Hermsdorfer Waldsee wurden Reste von Beutetieren gefunden, die den Jungkäuzen als Futter zugetragen wurden. Neben Fröschen und Mäusen wurden erstaunlich viele Wanderratten nachgewiesen. Weitere Informationen Dr. Hans-Jürgen Stork Tel. 030/404 90 00 |
Herausgeber: NABU Berlin (Naturschutzbund Deutschland e.V.) Wollankstr. 4, 13187 Berlin Redaktion: NABU Berlin, Pressestelle, Jürgen Herrmann (verantwortlich) Tel.: 030 - 986 08 37-18, Fax: 030 - 986 70 51, E-Mail: Presse@NABU-Berlin.de |
