07. Februar 1998

Schüler beraten Schüler im Kampf gegen Drogensucht

Reinickendorf. An vier Reinickendorfer Schulen gibt es mittlerweile sogenannte "Peer-Helfer-Projekte". Jugendliche bieten Beratung und Hilfestellung für Gleichaltrige. "Jugendliche, die gelernt haben, mit ihren Problemen und Gefühlen umzugehen, sind weniger drogengefährdet", sagt Beate Sichelschmidt von der Arbeitsgemeinschaft Suchtprophylaxe.

Die AG des Jugendamtes hat die Projekte vor etwa zwei Jahren initiiert. Seit einem halben Jahr ist Anica Köhn aus der 11. Klasse eine von 16 Peer-Helfern an der katholischen Schule Salvator an der Fürst-Bismarck-Straße 8-10. "Wir machen Patenschaften für 7. Klassen. Die Schüler wissen, daß sie ernst genommen werden."

"Seit mehr als einem Jahr darf die dritte Stelle nicht mehr besetzt werden", sagt Jugendstadtrat Wolfgang Brennecke (SPD). Die Betreuung der Projekte mit den zwei Mitarbeitern, die je eine halbe Stelle haben, werde immer schwieriger. Die neueste Gruppe an der Evangelischen Schule Frohnau sei auf Initiative der Lehrer entstanden. jow


©Berliner Morgenpost 1998