Frankreich Austausch 2005
Wie
jedes Jahr fand auch dieses Jahr im Mai ein Austausch mit der französischen
Schule „Saint-Martin de France“ in Pontoise statt. Zunächst
begann der Austausch in Berlin vom 4. April bis zum 17.April, dann knapp 15 Tage
vom 9. bis zum 23. Mai in Pontoise.
Von den vielen Erzählungen der Schüler der jetzigen 10. Klassen angeregt, zählten wir jeden Tag bis zur Ankunft unserer „Correspondants“.
Und dann kamen sie, insgesamt 14, davon 6 Mädchen und 8 Jungen:
Margot, Manon, Valentine, Anne, Julia, Florence, Charles, Tristan, Alexandre, Alexis, Theophile, Nicolas, Alexis P., und Yannick.
In Empfang nahmen sie:
Lilliane, Jessica, Claudia, Charlotte, Agnes, Johannes, Jonas, Jana, Antonia und Sophie. Jeweils 14 Schüler/Innen aus den 9. Klassen des Gymnasiums.
Die ersten Tage vielen fast allen etwas schwer, denn wir wussten nicht, wie die Correspondants waren, was sie mögen und was nicht. Die meisten hatten sich mit ihnen schon vorher in Kontakt gesetzt, einige nur mit dem Foto Bekanntschaft gemacht. Wir wollten ihnen es so angenehm wie möglich machen und gaben uns alle große Mühe. Nach und nach lebten sich alle bei uns ein und durften unseren Alltag miterleben. Es schien ihnen sehr zu gefallen, bedingt auch dadurch, dass wir kürzer Schule hatten als sie und bei uns keine Kleidungsvorschrift gilt. Nach der Schule wurde dann meisten etwas organisiert, um so viel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen.
Die zwei Wochen vergingen sehr schnell. Den Franzosen schien es gefallen zu haben, denn es flossen sogar einige Tränen beim Abschied. Doch dann waren sie weg und wir hatten zwei Wochen Zeit um uns zu erholen, denn dann hieß es: << LA FRANCE, NOUS VENONS! >>
Am 9. Mai ging es dann endlich los. Wir konnten es kaum erwarten unsere Correspondants wieder zu sehen und auch ihre Familie kennen zu lernen. Voller Erwartungen malten wir uns unterwegs aus, was in den zwei Wochen so alles auf uns zu kommt und wie sie verlaufen würden. Im Flughafen Charles de Gaulle angekommen, wurden wir von Monsieur Thon [zu Deutsch = der Thunfisch], ein Deutschlehrer der Schule, abgeholt. Er ist ein sehr netter, freundlicher und viel redender Mann mit sehr viel Fantasie.
Mit einem Touristen-Reise-Bus fuhren wir zur Schule. Schon in Pontoise angekommen sah man wir, wie schön und eigentlich groß die Stadt ist.
Auf dem Schulgelände angekommen kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus:
Das Schulgelände ist groß, das wurde uns vorher schon gesagt, was aber nicht stimmte. Es wat RIESIG! 35 Hektar, davon knapp 20 Hektar Park und Grünanlage.
Schon bei der Auffahrt auf das Schulgelände stürmten die ersten „Corres“ uns entgegen und begrüßten uns herzlich. Durch die zwei Wochen Abstand war das Wiedersehen umso größer. Als wir unser Gepäck abgestellt hatten, führte uns Monsieur Thon über das Gelände, inklusive den Park.
Die Schule ist sehr schön angelegt, das Hauptgebäude ist ein altes Schloss, welches die Verwaltung ist. Man muss dazu wissen, dass früher die Schule ausschließlich eine Jungen-Schule war, was sich im Laufe der Zeit änderte. Dies ist jedoch immer noch erkennbar, da die Anzahl der Schüler die der Schülerinnen deutlich überwiegt. Nach dem Rundgang durften wir im „Maison Pascale“ bleiben und uns auszuruhen. Dort können nach der Schule die Schüler ihre Hausaufgaben erledigen und auch zwei Billardtische sowie ein „Tischfußball“ und ein kleiner Kiosk stehen zur Verfügung. Um 18.30 Uhr war dann Schulschluss. Johannes und Philipp wohnten mit ihren Correspondants im Internat und gingen dann direkt in ihr Haus, welches „Saint Phillipe“ hieß. Der Rest musste von den Gasteltern abgeholt werden und wurde nach Hause gebracht. Der Austausch ging nun richtig los!
Ab
jetzt hatten normal Schule oder Ausflüge. Der Aufenthalt in der Schule war
meistens sehr nüchtern, denn die Schule dauert von 8 Uhr bis 18.30 Uhr.
Dazwischen von 13-14 Uhr Mittagspause in der Kantine. Schnell spürten wir die
gewisse Strenge und Disziplin in der Schule, die auch von so genannten „Surveillants“ zusätzlich verschärft wurde. Sie waren dafür
verantwortlich, dass alles in seinen Bahnen blieb und nahmen dadurch den
Lehrern eine Menge Arbeit ab, die sich dann auf den Unterricht konzentrieren
konnten.
Durch den Austausch viel einigen die Entscheidung leichter, für ein Jahr ins Ausland zu gehen.
Der
Austausch hat eigentlich allen gefallen, auch wenn manche auf diese Frage nur
mit einem „na ja…“ geantwortet haben. Trotzdem haben wir uns super mit den
Franzosen verstanden und es war schwer, diese nach den zwei Wochen schon wieder
zu verlassen. Man hatte sie schon mittlerweile richtig ins Herz geschlossen.
Im Ganzen war dieser Austausch wirklich sehr gelungen und wir freuen uns immer wieder, wenn wir mit unseren Franzosen reden können. Mehr oder weniger wurde bei vielen die Freundschaft zu ihnen sehr eng und wir haben viel gelernt.
Und an alle, die Angst haben, dass man sich auf solch einem Austausch nicht verständigen kann, weil man vielleicht nicht so gut die Sprache beherrscht, denen können wir nur versichern, dass man sich immer verständigen kann. Manchmal zwar wirklich mit Händen und Füßen, aber es geht und auch manchmal echt lustig. Habt also keine Angst sondern nutzt diese wunderbare Chance all diese Erfahrungen selber zu machen.
Zu guter Letzt möchten wir auch noch Herrn Hofmeister danken, der uns diesen Austausch möglich gemacht und auch organisiert hat.
DANKE!!!!!
Agnes Dolezych und Johannes Rauchfussk Klasse 9a