Der Fachbereich Religion informiert:
Zu Gast in Salvator - Mrs. Margret Moyo aus Malawi
Am 18. Oktober 2006 besuchte die Krankenschwesternausbilderin und Hebamme Mrs. Margret Moyo die Salvator Schule. Nach einem sehr intensiven Gespräch zeigten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen beeindruckt von der Arbeit und den Erlebnissen der Aids-Krankenschwester.

Mrs. Moyo besucht im Rahmen der missio-Veranstaltungen zum Sonntag der Weltmission Deutschland. Sie berichtete vor allem von den Schicksalen der Frauen und Kinder, die ihr besonders am Herzen liegen. Wie die meisten Menschen in Malawi ist sie persönlich betroffen: Sie verlor ihre Schwester durch Aids. Die Kinder der Verstorbenen zog das Ehepaar Moyo gemeinsam mit ihren eigenen vier Kindern auf.
Aids ist heute die Haupttodesursache der mittleren Generation in dem ostafrikanischen Land: 14,1 Prozent der Erwachsenen tragen das Virus in sich. Viele Familien sind überlastet - besonders die Frauen: Oft müssen sie kranke Angehörige pflegen, für Waisen aufkommen und haben gleichzeitig Familienmitglieder durch Aids verloren, die früher zum Lebensunterhalt der Großfamilie beitrugen.
Als ausgebildete Krankenschwester und Hebamme steht Margret Mayo Aids-Opfern bei. Seit sechs Jahren arbeitet sie in dem von missio unterstützten Aids-Programm der Diözese Lilongwe, der Hauptstadt des Landes. Margret Moyo ist unter anderem für die Weiterbildung von 16 Krankenschwestern und über 1000 Freiwilligen verantwortlich;
Die meisten von ihnen sind Frauen aus christlichen Basisgemeinden, deren ehrenamtliches Engagement wesentlich zum Erfolg des Programms beiträgt: Sie alle arbeiten dafür, 1500 Aids-Waisen und rund 5000 chronisch Kranke zu versorgen und deren Familien zu stärken.
,,Körper und Seele sind eins", erklärt Margret Moyo, ,,deshalb kümmern wir uns um beides: Wir besuchen die Kranken in ihren Dorfern, beten mit ihnen und bringen Medikamente."
Über die Motivation für ihre Arbeit verrät Margret Moyo: „Ohne den Glauben an Gott geht das nicht, der gibt uns die Kraft dazu.“
Th. Dicker
(Infos z.T. aus missio-Faltblatt zum Monat der Weltmission)