Epochaler naturwissenschaftlicher Unterricht |
Die Fachbereiche Biologie, Chemie und Physik arbeiten an der Salvatorschule seit Jahren eng zusammen und planen in vielen Bereichen fächerübergreifende Inhalte, Methoden und Projekte gemeinsam. Damit sollen den Schülerinnen und Schülern die inhaltlichen Zusammenhänge, die Denk- und Vorgehensweise und auch die Ansprüche an die Dokumentation (Protokollierung) deutlicher werden. Grob gesagt geht es darum, die Naturwissenschaften wieder stärker in das Bewusstsein zu rücken und gegenüber den sprachlichen und künstlerisch-musischen Schwerpunkten der Schule ein adäquates Gegengewicht zu stabilisieren.
In diesem Zusammenhang ist auch unser Versuch einer epochalen Organisationsform des naturwissenschaftlichen Unterrichts im Schuljahr 2003/04 zu sehen. Anstatt Biologie, Chemie und Physik in der 9. Klasse mit je zwei Wochenstunden über das ganze Schuljahr zu unterrichten, wird jedes Fach pro Halbjahr für ein Drittel der Zeit mit sechs Wochenstunden unterrichtet. Außerdem wird der Unterricht in Blockstunden gelegt und bei sehr großen Klassenstärken als Teilungsunterricht durchgeführt. Bei drei parallelen neunten Klassen, zwei Gymnasialklassen und eine Realschulklasse, kann jeweils ein Team jedes Faches während des Halbjahres durch die drei Klassen wechseln.
| 9a | 9b | 9R | ||
|---|---|---|---|---|
| 20.08 - 22.09. |
Ph |
Bio |
Ch | Der Zeitraum umfasst jeweils 15 Doppelstunden |
| 24.09. - 13.11. |
Bio |
Ch |
Ph | |
| 17.11. - 18.12. |
Ch |
Ph |
Bio | |
| 07.01. - 30.01. | Projekte | Betriebspraktikum | ||
| 09.02. - 15.03. |
Ph |
Bio |
Ch | Der Zeitraum umfasst jeweils 15 Doppelstunden |
| 17.03. - 03.05. |
Bio |
Ch |
Ph | |
| 05.05. - 14.06. |
Ch |
Ph |
Bio | |
| 16.06. - 21.06. | 3 Doppelstunden zur besonderen Verfügung | |||
Dabei ergibt sich für jeden Block ein Zeitraum von etwa 5 Wochen, also 15 Blockstunden. Da die 9. Realschulklasse im Januar ein Betriebspraktikum vorgesehen ist, fällt dieser Zeitraum für den regulären Wechsel aus. In diesem Zeitraum wird für die beiden Gymnasialklassen der naturwissenschaftliche Unterricht gesondert geplant (Projekt, freie Studien o.ä.).
Der erste Block ist nun inzwischen abgeschlossen und es kann über die ersten Erfahrungen berichtet werden:
Wie beabsichtigt, nimmt der naturwissenschaftliche Unterricht in dieser epochalen Organisationsform einen deutlich höheren Stellenwert im Bewusstsein der Lernenden ein und fordert zu konzentrierterem Arbeiten heraus. Da Schülerinnen und Schüler auch über die großen Ferien immer wieder vieles vergessen, wird dies durch die längeren Pausen in jedem Fach vielleicht etwas größer sein. Da sie aber durch die intensivere Auseinandersetzung in der Unterrichtszeit mehr gelernt haben, wird hoffentlich mehr übrig bleiben als sonst.