(Pressemitteilung)
Die Schulabteilung des Erzbischöflichen Ordinariates, zusammen mit dem Umweltbeauftragten des Erzbistums und dem Ingenieurbüro Energie-Dienstleistung-Boysen GmbH kann nach 3-jähriger Vorarbeit das Modellprojekt "Katholische Schulen sparen Energie" in die Realisierungsphase überführen. 12 Katholische Schulen Berlins sind zunächst in diese Realisierungsphase eingebunden.
Die durch intensive Analysen prognostizierte Einsparung von 3840 MWh im Strom- und Wärmebereich bedeuten zugleich eine C02-Emissionsminderung von ca. 1000 t CO2/Jahr, was eine Reduzierung der bisherigen Emissionen um 40% bedeutet. Dies ist ein Beitrag der Katholischen Kirche Berlins zur Klimastabilisierung und Ressourcenschonung. Die im Kyoto-Vertrag 1997 und seinen Nachverhandlungen 1998 eingegangene Verpflichtung Deutschlands, den Ausstoß der Treibhausgase bis 2012 um 21 % zu verringern, wird dadurch unterstützt. Ressourcenschonung wird weiterhin durch eine Einsparung beim Wasserverbrauch von 6870 m3/Jahr realisiert. Das entspricht einer Reduzierung des bisherigen Verbrauchs um 36 %.
Gleichzeitig wird durch eine pädagogische Begleitung des Projektes in den einzelnen Schulen die Notwendigkeit des verantwortlichen Umgangs mit unserer Schöpfung den Schülern am eigenen Beispiel ihrer Schule deutlich gemacht. Es ist notwendig, nicht nur eine einmalige Einsparung zu erzielen, sondern den Energieverbrauch auf Dauer zu minimieren und auf diesem Niveau zu halten. Die technische Realisierung wird so durch intensive Beschäftigung mit dem eigenen Verhalten und seinen Auswirkungen ergänzt. Das wird dazu beitragen, die Bemühungen der katholischen Schulen um eine Erziehung zu schöpfnngsgerechtem Handeln zu vertiefen.
Neben der Lösung technischer und finanzieller Fragen, ist der beispielhafte Charakter dieses Projektes für andere kirchliche Institutionen des Erzbisturns hervorzuheben. So werden Kirchengemeinden und andere kirchliche Einrichtungen angeregt, ähnliche Wege zu beschreiten. Erste Anfänge liegen bereits vor.