Entwicklung der Hardware-Ausstattung
Seit 1984 gibt es Informatikunterricht mit Grundkursen in der Gymnasialen Oberstufe. Die Ausstattung bestand damals aus 2 Alphatronic-Rechnern, auf denen mit Pascal gearbeitet wurde. 1986 wurden diese Geräte durch vier 8086er-PCs abgelöst, die auch noch als Einzelplatzsysteme arbeiteten. Es stand nur ein kleiner Dachraum zur Verfügung, zeitweise sogar nur ein Garderobenraum. Mit dem Ausbau der Schule und der Renovierung wurde 1990 endlich ein kleiner Computerraum für maximal 15 Schülerinnen und Schüler eingerichtet. Die dritte Ausstattungsgeneration bestand aus neun 286er PCs, die mit einem Novell-Fileserver vernetzt waren. Auch die alten 8086er PCs wurden in das Netz aufgenommen. 1994 wurden mit der vierten Generation neun 486er PCs angeschafft, die zusammen mit einigen alten Geräten nun ein Netz mit 15 Arbeitsplätzen bildeten. Auch der Novell-Server wurde ersetzt. Die Anschaffungen wurden immer vom Schulträger unter Beteiligung der Fördergemeinschaft der Salvatorschule (FdS e.V.) finanziert. Mit ausgemusterten Geräten von der Industrie konnte das Netz schrittweise bis 1998 einheitlich mit 486er PCs eingerichtet werden. Seit 1995 ist durch Einsatz eines neuen Linux-PCs mit einem Modem auch der e-mail- Betrieb im Internet möglich. Die Arbeitsplätze im Netz wurden zusätzlich als textorientierte Terminals für den Linux-Betrieb eingerichtet. Ein Projekt im Rahmen der Initiative "Schulen ans Netz" bescherte uns 1997 den ersten Pentium-PC, der den Linux-Zentralrechner ersetzte. Die Arbeitsplätze wurden nun auch noch als X- Terminals für graphische Bildschirmoberflächen konfiguriert. Mit einem ISDN-Anschuss, der über einen Kommunikationsserver in das Netz integriert ist, ist seit 1997 das Surfen im Internet an maximal sieben Arbeitsplätzen gleichzeitig möglich. Drucker und Flachbettscanner sind auch vorhanden. An den Arbeitsplätze stehen vier Betriebsmodi zur Verfügung: 1. Linux-Rechner als Fileserver für DOS und Windows 3.11, 2. Novell-Fileserver für DOS und Windows 3.11, 3. Linux-Rechner am Terminal für textorientierte Anwendungen, 4. Linux-Rechner mit X-Terminals für graphische Benutzeroberflächen.
Zur Zeit wird an der Konfiguration der fünften Ausstattungsgeneration gearbeitet. Fünfzehn Pentium- Celeron-Rechner sollen als X-Terminals an einem neuen Pentium-Zentralrechner unter Linux in einem 100MBit-Netz arbeiten. Zusätzlich sollen zehn PCs unter Windows-98 über ein 10MBit-Netz angeschlossen werden, so dass auch von diesen über den Kommunikationsserver Internetdienste in Anspruch genommen werden können.
Die mit dem Aufbau, der Wartung und der Weiterentwicklung der Ausstattung verbundenen Arbeiten wurden in den ersten Jahren von einem, dann von zwei Kollegen mit einer durchschnittlichen Entlastung von insgesamt zwei Wochenstunden geleistet. Die Ausstattung ist nur betriebsfähig, weil diese Kollegen diese Arbeit zur Zeit auch als ihr Hobby betrachten.
Nutzung der Computer
Bis 1994 war die Nutzung der Computer durch den Informatikunterricht in der Gymnasialen Oberstufe geprägt. Nachdem anfangs nur die ersten beiden Kurse angeboten und die Schülerinnen und Schüler die weiterführenden Kurse in Zusammenarbeit mit anderen Schulen belegen mussten, werden inzwischen alle sechs Semester Informatik beginnend in der Einführungsphase an der Salvatorschule unterrichtet, so dass auch schriftliche und mündliche Prüfungen im Abitur möglich sind. Die Kurse beginnen mit durchschnittlich zwanzig Teilnehmern in der E-Phase und dem ersten Kursjahr, von denen aber nur weniger als zehn das Fach bis zum Abitur wählen.
Der ITG-Unterricht (Informationstechnische Grundbildung) wird seit 1994 erteilt und soll alle Schülerinnen und Schüler in die Nutzung des Computers für alltägliche Arbeiten (Text- und Bildbearbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken, Datenschutz, Hardware) einweisen. Anfangs wurde der Unterricht im Rahmen des Wahlunterrichts als Kurs mit etwa dreißig Unterrichtsstunden in der neunten Klasse organisiert. Inzwischen haben die Schülerinnen und Schüler durch eigene Computer bereits viel früher eigene Erfahrungen. Außerdem wird der Computer als Arbeitsmittel bereits ab der siebenten Klasse benötigt, so dass zur Zeit einerseits daran gearbeitet wird, den ITG-Kurs in die siebente Klasse zu verlegen, und andererseits die Nutzung der Computer in den Fachunterricht und die Freiarbeit zu integrieren.
Auch Fachunterricht findet seit der Anbindung des Salvatornetzes an das Internet im Computerraum statt. Für Geschichte, Politische Weltkunde, Erdkunde, Englisch, Französisch und andere Fächer wird das Internet genutzt. An zehn Einzelplatzcomputern, die zur Zeit provisorisch in einem Kursraum untergebracht sind, werden Lernprogramme eingesetzt. Zum Teil gibt es auch Einzelplatzcomputer in den Klassenräumen, die für Schreibarbeiten in der Freiarbeit genutzt werden.
Arbeitsgemeinschaften nutzen die Computer für Internet-Recherche, e-mails, Musik und Fremdsprachen.
In Pausen und Freistunden ist immer reger Betrieb der Schülerinnen und Schüler mit e-mails. Jeder hat seinen eigenen Account und darf das Netz für e-mails nach dem Besuch des ITG-Kurses in eigener Verantwortung nutzen.
Internet-Projekte
Seit 1997 ist die Salvatorschule unter http://www.salvator.be.schule.de im Internet vertreten. Ein weit gefächertes Informationsangebot der Schule wurde von Kollegen zusammengestellt. 1998 kam dann unter http//salvator.net ein Online-Magazin der Schule dazu, in dem aktuelle Informationen über das Schulleben, Arbeitsergebnisse aus dem Unterricht und Unterrichtsmaterialien für Lehrer zu finden sind.
Im Rahmen der Initiative "Schulen ans Netz"" (SaN) wurde mit einer Arbeitsgemeinschaft und ITG-Kursen versucht, den Kontakt zwischen Katholischen Schulen in Deutschland zu organisieren.
Im zum Teil fächerübergreifenden Unterricht wurden Präsentationen erarbeitet, die dann im Internet veröffentlicht wurden:
| ITG: | Museumsführung durch das Heimatmuseum Reinickendorf |
| Physik und ITG: | Einführungsexperimente an der FU Berlin |
| Geschichte und ITG: | Die Weimarer Republik |
| ITG: | Präsentation einer Töpferei |
| Politische Weltkunde: | Zeitzeugen berichten von der Blockade |
Blick in die Zukunft