Dabei sein ist nicht immer alles!

 

Lukas Kloss März 2007

 

Die Aula unserer Salvator Schule wenige Minuten vor halb eins: Kinder der 6. und 7. Klassen laufen aufgeregt und nervös durch die Gegend und auch ein Fotograph tummelte sich schon auf der großen Pause davor, auf dem Schulgelände herum. Angekündigt hatte sich Herr Dr. Thomas Bach, seines Zeichens Deutscher Olympischer Sportbund-Präsident, welcher dann auch wenige Minuten nach halb eins, mit einem freundlichen Lächeln, in der Aula eintraf.

 

 

Nun kehrte Stille und Aufmerksamkeit dem besonderen Gast gegenüber ein, doch die Stille sollte nicht lang anhalten, denn die Kinder konnten Herrn Dr. Bach jede Frage stellen. Zuerst jedoch begrüßte Herr Mies, Schulleiter der Grundschule, den Ehrengast sehr herzlich und gab dann den Startschuss für das Frage/Antwortspiel, das auf Initiative von Sportlehrer Reinhard Otto-Kulla zustande gekommen war.

 

 

 

Um die ganze Atmosphäre aufzulockern, rückte Dr. Bach mit den Kindern näher zusammen, danach sollte er erst einmal von seinem Leben und von seiner sportlichen Karriere erzählen. Vornehmlich hatte Herr Dr. Bach Fußball gespielt, das Fechten wollte er zuerst nicht so recht annehmen, aber mit 6 Jahren kam er doch zum Sport mit dem Florett.

Die Kinder löcherten ihn mit vielen Fragen zu seiner sportlichen Zeit, jedoch kam er immer wieder zu seiner jetzigen Aktivität im DOSB (Deutscher Olympischer Sport –Bund) zu sprechen. Er erklärte, dass der Gedanke von Olympia weitaus mehr sei, als nur „Dabei sein ist alles“, man will versuchen mit Olympia ein Zeichen zu setzen. Es ginge um Ländergemeinschaft und Verständigung zwischen den Volksgruppen. Das deutlichste Zeichen sei wohl das Olympische Dorf, wo gezeigt wird, dass alle Nationen auf einem Fleck leben können, ohne sich zu bekriegen!

 

 

„Auch ein politisches Faktum ist bei einer so großen und medienwirksamen Veranstaltung nicht auszuschließen“, so Dr. Bach, man versuche auch politische Aspekte zu verdeutlichen, indem man zum Beispiel Nord- und Südkorea zusammen ins Stadion einlaufen lässt, oder ihnen eine gemeinsame Flagge zuteilt.

Auch das Thema Doping kam selbstverständlich auf, jedoch schien Doping nach Dr. Bachs Aussagen damals keine große Rolle im Fechten gespielt zu haben. Doping könne man heutzutage nicht mehr ausschließen, weil es immer Leute geben wird die Dopen, doch man muss alles versuchen um dies zu stoppen, so die Aussage.

Die Zeit drängte und die Damen und Herren, die mit Herrn Dr. Bach mitgekommen waren, deuteten an, dass der Zeitplan eingehalten werden musste. Davon ließ sich Dr. Bach jedoch nicht beirren und stellte den Kindern auch noch seine Fragen, zum Beispiel wie ihnen der Sportunterricht gefällt, oder in welchen Sportvereinen sie sind, denn nach seiner Auffassung, kann Sport nur richtig im Verein getrieben werden, und das sollte er auch.

 

 

 

Ein guter Sportunterricht sollte abwechslungsreich sein, sowohl bei den Sportarten als auch in den Übungen. Er sollte auch dazu anregen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, was der Sport einem selbst bringt, gerade auch im Verhältnis zu anderen. Deshalb bin ich auch definitiv dafür, mehr Sport an der Schule zu haben. Wer Sport treibt, lernt leichter und besser."

 

 

Der Fotograph hatte nun genug Fotos aus allem möglichen Perspektiven geschossen, die mitgereisten Journalisten und Sekretäre waren schon sehr ungeduldig, jedoch für ein paar Fotos und einen Eintrag in das Gästebuch der Schule musste noch Zeit sein. Wahrscheinlich konnten nicht alle Fragen beantwortet und jedes persönliche Erinnerungsfoto geschossen werden, jedoch wird dieses Aufeinandertreffen bleibende Erinnerungen bei den Kindern hinterlassen haben.