Frankreich-Austausch

Frankreich-Austausch mit der „Ecole Saint Martin de France“

(16.3.-29.3.2017 Berlin, 20.4.- 4.5.2017 Pontoise)

 

Das Abenteuer für 20 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9a, 9b und 9m begann erstmal ziemlich bizarr, da das Bodenpersonal am Flughafen-Tegel genau in dieser Woche streikte. Deshalb kamen die Franzosen mit drei Tagen Verspätung leider erst am Donnerstag in Berlin an. Am Flughafen waren wir alle schon sehr aufgeregt und machten uns Gedanken darüber,wie unsere Austauschschüler wohl sein mögen.

Nach dem ersten Wochenende in der Familie, was bei allen sehr schön verlief, lernten wir uns am Montag das erste mal als Gruppe beim Bowlingspielen kennen. Um sich besser bekannt zu machen, mischten wir nach jeder Runde die Teams. 

In den zwei Wochen besichtigten unsere Corres (=Austauschpartner) vieles, wie z.B. die Gedenkstätte „Berliner Mauer“ oder das Deutsche Historische Museum, und kamen jeden Tag zufrieden nach Hause. An einem Tag gingen wir zusammen mit ihnen in die Deutsche Oper und machten einen Workshop zum Thema ,,Die Zauberflöte“. Diese Oper sahen wir uns schließlich auch ein paar Tage später an. Nun ging es auch schon dem Ende zu und es wurde langsam Zeit sich erst einmal voneinander zu verabschieden.

Zum Glück ging es für uns nach drei Wochen schon nach Paris. Der Abschied von unseren Familien fiel manchen schwer, aber die Vorfreude überwog deutlich. Wir starteten mit Kribbeln im Bauch und einer Stunde Verspätung in die Stadt der Liebe. Dort angekommen begrüßten wir alle unsere Corres und ihre Gastfamilien. Nur die drei Jungen, die im Internat untergebracht waren, bekamen ihre Gastfamilien nur an den Wochenenden zu sehen.

Da an der Schule Saint Martin die Regel gilt, dass man montags und freitags eine Schuluniform trägt, zogen wir uns natürlich auch ein bisschen schicker an. Diese Idee der Schuluniform gefiel den meisten von uns sehr gut. 

Wir wurden an unserem ersten Schultag mit einem Begrüßungsfrühstück empfangen, worauf eine Führung über das riesige Schulgelände folgte, welches uns sehr positiv in Erinnerung blieb. Das Grundstück besteht aus mehreren Schulgebäuden, Häusern, jeder Menge Sportanlagen, einer großen Mensa und sogar einem Waldteil. 

In den nächsten Tagen besichtigten wir Pontoise, lernten berühmte Künstler kennen, reisten in die Stadt Rouen in der Normandie und sahen die schönsten Sehenswürdigkeiten von Paris, wie den Eiffelturm, die Opera Garnier, das Musée d’Orsay und den Louvre, wo wir natürlich auch die Mona Lisa sahen, die sich die meisten aber viel größer vorgestellt haben. Besonders schön fanden wir auch die Besichtigung des Schlosses von Versailles und die darauffolgende Fahrradtour im Schlosspark. Am selben Tag veranstalteten wir noch eine kleine Feier, wo wir ein Fußballspiel gegen unsere Corres machten, zusammen Pizza aßen und ein bisschen zu Musik tanzten, die sowohl die Deutschen als auch die Franzosen kannten. Es war ebenfalls ziemlich interessant, das kleine Städtchen Auvers zu besichtigen, da uns dort die Orte gezeigt wurden, wo Vincent Van Gogh die letzten 70 Tage vor seinem Tod verbrachte und einige seiner berühmtesten Werke malte. 

Die Wochenenden in den Gastfamilien waren auch interessant, da auch dort noch Ausflüge gemacht wurden, so wurden noch weitere Sehenswürdigkeiten in Paris besichtigt, aber auch Eurodisney stand für einige auf dem Programm.

Alle führten wir unser „Journal“ auf französisch, wo wir jeden Tag für die Ewigkeit festhielten und wofür es am Ende auch einen Preis für die besten und schönsten Exemplare gab. 

Das Wetter war mal sonnig und mal eher kalt, was wir auf der Bootstour über die Seine deutlich zu spüren bekamen. Zum Glück gab es Decken, mit denen wir uns gegenseitig wärmen konnten.

Nachdem wir uns dann schmerzlich von allen Franzosen verabschiedet hatten, ging es nun mit ganz viel neuer Erfahrungen und einem deutlich vergrößerten Französischwortschatz wieder zurück in die Heimat, wo wir schon sehnsüchtig von unseren Familien am Flughafen erwartet wurden. Nun wird es wieder Zeit für uns sich an den Alltag in der Schule zu gewöhnen... 

Von Lena Lodygowska und Josepha Nunold aus der 9a